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Apotheken gehen die Medikamente aus

BeitragVerfasst: Mo 8. Jul 2019, 22:17
von Birgit Kühr
Apotheken gehen die Medikamente aus

Seit Anfang des Jahres spüren es die Apotheker immer deutlicher: Sie können bestimmte Medikamente nicht mehr ordern, weil die Hersteller sie nicht liefern können. In Vorpommern herrscht zunehmend ein Medikamenten-Engpass.

Pasewalk. Kathrin Rodewald tippt eines der gängigen Schmerzmittel in die Suchmaske des Computers ein: Ibuprofen 800. Auf dem Bildschirm tauchen unter den Namen ihrer Lieferanten rote Kreise mit einem weißen Querbalken auf: „Nicht lieferbar“, klärt die Inhaberin der Kreis-Apotheke in der Prenzlauer Straße in Pasewalk auf. „Normalweise hat man einen Hauptlieferanten, nun musste ich schon auf mehrere Lieferanten ausweichen – und das Mittel steht trotzdem nicht zur Verfügung“, sagt sie. Diese Situation ist keine Ausnahme. Deutschland entwickelt sich seit Monaten zu einem Land mit Medikamenten-Engpässen. 178 Arzneimittel hat die Apothekerin auf ihrer Defektliste zu stehen. Das bedeutet, die Hersteller können diese Mittel nicht liefern. Eine Prenzlauer Apotheke führt bereits mehr als 200 nicht lieferbare Arzneimittel auf. In anderen Apotheken ist die Situation vergleichbar.

Die Gründe für die Lieferengpässe sind vielschichtig. Die Sparpolitik deutscher Unternehmen habe dazu geführt, dass die Hersteller mittlerweile im Ausland produzieren lassen, sagt die Apothekerin. Medikamente aus Indien sind hierzulande keine Seltenheit. „Es kommt vor, dass Kunden alle zwei oder drei Monate neue Verpackungen in den Händen halten, weil die zuvor verwendeten Medikamente nicht lieferbar sind. Die Wirkstoffe sind auch dort vorhanden, aber sensible Patienten spüren den Wechsel“, so die Apothekerin.


Es rumort heftig
Angesichts dieser Situation rumore es derzeit heftig in den Apotheken. „Der Stand verkommt zu einem Einsparberuf und entfernt sich vom Ziel der bedarfsgerechten Versorgung der Patienten. Auf Dauer geht das nicht gut“, so die Apothekerin. Es werde Zeit für die Politik, hier einzugreifen und Bedingungen für eine ordnungsgemäße Belieferung der Apotheken auch für Deutschland zu schaffen.


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https://www.nordkurier.de/pasewalk/apot ... 41707.html

Verfasst: Mo 8. Jul 2019, 22:17
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Re: Apotheken gehen die Medikamente aus

BeitragVerfasst: Mo 8. Jul 2019, 23:24
von Birgit Kühr
Lebensnotwendige Medikamente werden knapp

Schmerzmittel, Allergiemittel, Antidepressiva, Blutdrucksenker, Blutzuckermedikamente – Arzneien, auf die Millionen Kranke angewiesen sind, können in vielen Apotheken ausverkauft sein. Das geht aus Veröffentlichungen des Bundesamts für Arzneimittel hervor, die der WDR ausgewertet hat. Laut der Behörde gibt es derzeit bei rund 70 Präparaten Lieferschwierigkeiten, darunter auch bei Allerwelts-Medikamenten wie dem Schmerzmittel Ibuprofen.

Auch Ibuprofen betroffen
"Sehr wichtige Produktionsstätten sind im Moment vom Netz gegangen. Die müssen neu gebaut werden. Deshalb ist Ibuprofen schon seit einem Jahr sehr knapp", sagte Thomas Preis vom Apothekerverband Nordrhein am Donnerstag (23.05.2019).


https://www1.wdr.de/nachrichten/medikam ... t-100.html

Re: Apotheken gehen die Medikamente aus

BeitragVerfasst: Fr 23. Aug 2019, 19:28
von Birgit Kühr
Deutschland ein Entwicklungsland? Lieferengpässe bei Medikamenten: Ärzte und Apotheker schlagen Alarm – die Politik versagt

Der gesundheitspolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion Axel Gehrke, sein Stellvertreter Robby Schlund und der Abgeordnete Lothar Maier, Mitglied im Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz, fordern in einer gemeinsamen Stellungnahme zum raschen Handeln angesichts zunehmender Lieferengpässe bei Medikamenten auf:

„ ‚Leider nicht lieferbar‘ – diesen Satz hört man immer öfter in deutschen Apotheken. Dabei geht es ausschließlich um verschreibungspflichtige Medikamente. Viele Rezepte sind davon betroffen. Medikamente sind für den Erhalt der Gesundheit unverzichtbar. Deshalb besteht seitens der Politik dringender Handlungsbedarf. Die Lieferengpässe werfen Fragen auf:


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https://www.journalistenwatch.com/2019/ ... engpaesse/