Neue Kostenexplosion bei Stuttgart 21




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Neue Kostenexplosion bei Stuttgart 21

Beitragvon Birgit Kühr » Mi 29. Nov 2017, 12:04

Neue Kostenexplosion bei Stuttgart 21

Der Umbau des Stuttgarter Bahnknotens könnte bis zu 7,6 Milliarden Euro kosten und erst 2024 fertig werden. Diese Zahlen stehen in einer Vorlage für den Aufsichtsrat der Deutschen Bahn.

Stuttgart - Stuttgart 21 droht nochmals mehr als eine Milliarde Euro teurer zu werden als bisher angenommen. Zudem könnte das Projekt erst im Jahr 2024 in Betrieb gehen, drei Jahre später als bislang anvisiert. Das verlautet aus Kreisen des Aufsichtsrats der Deutschen Bahn.

Entsprechende Unterlagen hat die Bahn nun an die Konzernaufseher verschickt, die am 13. Dezember bei ihrer Sitzung über den Umbau des Stuttgarter Bahnknotens beraten sollen. Bislang lag der Finanzierungsrahmen bei 6,5 Milliarden Euro. Im Dezember 2021 sollten erste Züge durch den Tiefbahnhof und das fast 60 Kilometer lange Tunnelgewirr von Stuttgart 21 fahren. Diese neuerliche Kostensteigerung sowie das Eingestehen eines nicht einhaltbaren Terminplans dürfte die Diskussion über das Milliardenvorhaben erneut aufflammen lassen. Derzeit sind knapp 60 Prozent der Tunnelstrecken unter Stuttgart und auf den Fildern vorgetrieben
.

http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhal ... 3da70.html
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Re: Neue Kostenexplosion bei Stuttgart 21

Beitragvon Galeerensklave » Mi 29. Nov 2017, 12:27

Die "Fachleute" der Bahn sind jetzt beleidigt und sagen nicht mehr.

https://www.swr.de/swraktuell/bw/stuttgart/bahnprojekt-s21-soll-teurer-und-spaeter-fertig-werden/-/id=1592/did=20714170/nid=1592/4hlesq/index.html


Die Deutsche Bahn wollte zu beiden Meldungen keine Stellungnahme abgeben.
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Re: Neue Kostenexplosion bei Stuttgart 21

Beitragvon Galeerensklave » Mi 29. Nov 2017, 22:24

http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.kostenexplosion-bei-stuttgart-21-bahnprojekt-geraet-erneut-auf-abwege.f8fa7b1c-97e7-40d6-b755-8fa294fb2724.html?utm_term=Autofeed&utm_campaign=Echobox&utm_medium=Social&utm_source=Twitter#link_time=1511980750

Pofalla, der frühere Kanzleramtsminister von Angela Merkel, reagierte schnell, gab Gutachten für den Aufsichtsrat in Auftrag und stellt eines klar: „Ich beabsichtige nicht, zu Unteraspekten des Projekts Stellung zu beziehen.“ Für die Unteraspekte, also für die ganze Misere, sei nicht er, Pofalla, verantwortlich – so die Botschaft. Verantwortlich seien andere Manager, zuvorderst jene an der Spitze der Projektgesellschaft in Stuttgart. Manfred Leger führt sie seit September 2013. Leger verkündete 2015 selbstbewusst, „alles pünktlich 2021 fertig“ zu haben. „Warten Sie ab, wie schnell wir hier werden“, sagte der Wirtschaftsingenieur keck in einem Interview.
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Re: Neue Kostenexplosion bei Stuttgart 21

Beitragvon Birgit Kühr » Mi 29. Nov 2017, 22:34

„Wir können die Baulöcher nicht zuschütten“

Jetzt ist es zu spät, das Projekt einzustellen. „Wir bauen weiter“, heißt es bei der Bahn. „Wir können die Baulöcher ja nicht zuschütten und die Reste des alten Bahnhofs nutzen“, sagte ein Aufsichtsrat. Er will den Vorstand im Dezember nicht in die Zange nehmen. „Ich frage mich vielmehr, warum wir keine Großprojekte mehr können? Warum wir endlose Planungs- und Genehmigungsprozesse haben und am Ende keine Vorgabe eingehalten wird.“ Stuttgart 21 wurde vor knapp 30 Jahren begonnen. Eine Flut von 21er-Projekten war damals für Deutschland geplant. Der damalige Bahn-Chef Heinz Dürr wollte die Bahnhöfe in den Städten zu „Kathedralen der Mobilität“ machen. Geblieben ist nur Stuttgart. Auch auch dort nur der Versuch – der immer mehr zum Debakel wird.


Aber die Verantwortlichen bei Politik und Bahn nehmen das offenbar mit einer gewissen Gelassenheit. Nach dem Motto: Ist doch egal, ob das Vorhaben Milliarden mehr kostet und Jahre später fertig wird. Dafür aufkommen wird beim BER und bei S21 ausschließlich der Steuerzahler. Und der wird die Gebäude und Anlagen auch irgendwann nutzen und kann anders als ein privater Auftraggeber nicht klagen.


Als dann der Widerstand in den 2000er Jahren gegen S21 wuchs, sei es für den Konzern zu spät gewesen, das Vorhaben auf Eis zu legen. „Wir haben schon viele Millionen in Vorleistungen gesteckt, Geld, das wir nie zurückbekommen“, sagte damals ein Bahn-Manager. Also wurde weitergebaut. Dass es grundsätzlich sinnvoll ist, aus einem Kopfbahnhof eine Durchgangsstation zu bauen und den Knoten Stuttgart umzugestalten, ging im endlosen Streit um S21 irgendwann unter. Dafür oder dagegen zu sein, ist in der Landeshauptstadt längst nicht mehr Sach-, sondern Glaubensfrage.


alles lesen ......
https://www.welt.de/wirtschaft/article1 ... bakel.html
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Re: Neue Kostenexplosion bei Stuttgart 21

Beitragvon Birgit Kühr » Mi 29. Nov 2017, 23:54

Warnungen der Gegner bewahrheiten sich

Schnelle Verbindungen, Ruhe und saubere Luft in der Stuttgarter Innenstadt soll Stuttgart 21 garantieren. Doch schon bei der Planung kritisieren Gegner enorme Kosten und winzigen Nutzen. Im ersten Fall lagen sie richtig - im zweiten auch?

Der Gedanke hinter Stuttgart 21 war nobel: Wo der Kopfbahnhof mit seinen Gleisen die Stuttgarter Innenstadt blockierte, sollte die Stadt durch einen unterirdischen Tiefbahnhof plötzlich Raum für Tausende Wohn- und Arbeitsplätze erhalten. Gleichzeitig gehörten deutlich kürzere Fahrzeiten auf der Schiene zum Plan. Durch den Umstieg von Autofahrern auf den dann bequemen Bahnverkehr sollte auch der CO2-Ausstoß spürbar sinken und Stuttgart, die Stadt mit der notorisch schlechten Luft, hätte gleich dreifach profitiert.


https://www.n-tv.de/wirtschaft/Warnunge ... 59084.html
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Re: Neue Kostenexplosion bei Stuttgart 21

Beitragvon Galeerensklave » Do 30. Nov 2017, 19:59

Nachdem die Bahn gestern die neue Kostenexplosion von 7,6 Mrd. bekannt gab, hat nur sie nur einen Tag später nochmal draufgesattelt und rechnet nun mit 7, 9 Mrd. Da sind Fachleute am Werk.

http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.300-millionen-euro-zusaetzlich-weitere-mehrkosten-bei-stuttgart-21-moeglich.5ace0376-4a42-43b7-9ee4-329c7f9a2623.html

Das Bahnprojekt Stuttgart 21 könnte noch teurer werden als die nun bekannt gewordenen 7,6 Milliarden Euro. Die Bahn plant mit einem Risikopuffer von weiteren 300 Millionen Euro, wie die "Wirtschaftswoche" mit Verweis auf Aufsichtsrats-Unterlagen berichtete.
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Re: Neue Kostenexplosion bei Stuttgart 21

Beitragvon Birgit Kühr » Do 30. Nov 2017, 22:20

Eine unendliche Geschichte. :denken:
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Re: Neue Kostenexplosion bei Stuttgart 21

Beitragvon Galeerensklave » Sa 2. Dez 2017, 10:49

Bemerkenswerte Äußerungen von Interims-Bahnchef Lutz.

https://www.youtube.com/watch?v=Zc2qvMyLfyI&feature=youtu.be
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