Wer braucht schon einen RA, wenn man selber in die Clo.....




Re: Wer braucht schon einen RA, wenn man selber in die Clo..

Beitragvon Dieter 66 » Sa 2. Jun 2012, 09:04

Nuckel hat geschrieben:Klage verloren - und einen RA kontaktiert, um die Berufung vor dem LSG zu führen.
Einige Unterlagen zu gesendet und schon bald wurde erst mal die Berufung ohne Begründung eingelegt - und PKH beantragt!

Vor einem LSG gibt es keine Anwaltspflicht. Heißt, kannst es selber machen.
Den Antrag auf PKH schreibst Du unter Deine Begründung.
In etwa so: "Des weiteren wird PKH für dieses Verfahren beantragt".
(In der Regel entscheidet das LSG über die PKH zuerst. Heisst, lehnt es ab kannst
Du gleich aufhören. Genehmigt es, hast Du eine Chance 50/50 nicht mehr)
Als die Gerichts- und Verwaltungsakten beim RA eingetroffen waren, traf auch ziemlich zügig die Kostenvorschussrechnung vom RA bei mir ein! Mehrere Hundert EUR!
Kostenvorschuss?? :lach:
Was ist das denn?? Gibt es so was überhaupt bei einem RA.??
Ich gehe davon aus, dass Du ihm einen Prozessvollmacht unterschrieben hast??
Und ihm auch klar gemacht hast, dass Du mittellos bist??
Nur mal so vorab. Er wird ganz schlechte Karten zu der Forderung an Dich haben.

In Ermangelung von mehr Info zur Sache ist eins klar. Dieser RA taugt gar nichts.
Du kannst ihm zu jeder Zeit das Mandat entziehen. Selbst während einer Verhandlung.
(Gilt für Strafrecht. Dann wohl auch für Sozialrecht) Alles was er danach tun würde,
wäre illegal und in dieser Sache nicht verwertbar.
Dieter 66
 

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Re: Wer braucht schon einen RA, wenn man selber in die Clo..

Beitragvon Koelsch » Sa 2. Jun 2012, 09:20

Richtig, auch vor dem LSG herrscht kein Anwaltszwang. Zumindest eine Beschwerde hab ich da mal vorm LSG FSB durchbekommen.

Kostenvorschuss, den kann der Anwalt durchaus verlangen. Und mit seiner Beauftragung hat er auch Anspruch auf Gebühren, in welcher Höhe, darüber kann man ggf. streiten. Ebenso kann man zweifeln, ob er die wird eintreiben können. Dann aber würde ich mich intensiver mit der Problematik eines P-Kontos beschäftigen, denn sonst kann er.
Koelsch
 

Re: Wer braucht schon einen RA, wenn man selber in die Clo..

Beitragvon Dieter 66 » Sa 2. Jun 2012, 09:26

Koelsch
So was macht kein solider Anwalt.
Er wartet auf die PKH Entscheidung.

Wenn ich natürlich so dämlich bin, als Mandant, und unterschreibe
dem das ich Vorkosten übernehme, ja dann, habe ich Prügel verdient.
Ansonsten hat dieser RA kaum Chancen "Vorkosten" von einem Mittellosen
zu bekommen.
Dieter 66
 

Re: Wer braucht schon einen RA, wenn man selber in die Clo..

Beitragvon Streetfigther » Sa 2. Jun 2012, 10:45

Das sind ja Aussichten?!
Meine Klagen laufen alle über den DGB,mal sehen wie das im Termin irgendwann abgeht.
Aber da kommt auch schon die FDP mit einem Supervorschlag!
http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenue ... 900952.php
Diesen Vorschlag müssten wir nur im Detail kennen,da man Vorschlägen von Hartz IV Parteien grundsätzlich nicht trauen kann und sie immer hinterfragen muss.
662 Euro hört sich doch gut an,dann noch die Heizkosten und die Miete?!
Kein anständiger Mensch arbeitet im Jobcenter unter Hartz IV!!
Streetfigther
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Re: Wer braucht schon einen RA, wenn man selber in die Clo..

Beitragvon Dieter 66 » Sa 2. Jun 2012, 10:51

Sicher.
Weisst Du wie lange die das fordern??
Bis sie gewählt sind und dann, weiss man nichts mehr davon.
Dieter 66
 

Re: Wer braucht schon einen RA, wenn man selber in die Clo..

Beitragvon Koelsch » Sa 2. Jun 2012, 11:58

Streetfigther hat geschrieben:Das sind ja Aussichten?!
Meine Klagen laufen alle über den DGB,mal sehen wie das im Termin irgendwann abgeht.
Aber da kommt auch schon die FDP mit einem Supervorschlag!
http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenue ... 900952.php
Diesen Vorschlag müssten wir nur im Detail kennen,da man Vorschlägen von Hartz IV Parteien grundsätzlich nicht trauen kann und sie immer hinterfragen muss.
662 Euro hört sich doch gut an,dann noch die Heizkosten und die Miete?!


Die € 662 sind wohl inkl. Warmmiete. Dann such mal für € 288 warm in z.B. Hamburg, Köln oder München eine bleibe. Achte aber darauf, dass der Vorbewohner kein allzu bissiger Hund ist, sonst hast Du aua.

Klagen über den DGB - das hört sich toll an, aber wenn der örtliche Rechtsgelehrte des DGB in SGB II Fragen eher unbewandert ist, dann hast Du Pech - denn PKH gibt's nicht, Du hast ja kostenlose Rechtsvertretung durch den DGB-Menschen. Zumindest eines meiner "Sorgenkinder" ist genau aus diesem Grund aus der Gewerkschaft ausgetreten - nachdem ich "seinen" Gewerkschaftsvertreter vor Gericht erlebt hab, kann ich das sehr gut verstehen.
Koelsch
 

Re: Wer braucht schon einen RA, wenn man selber in die Clo..

Beitragvon Nuckel » Sa 2. Jun 2012, 20:11

Hallo, Ihr Guten!

Na ja, wenn Du den Anwalt begründen lässt und der PKH Antrag geht dann durch, dann hast Du den am Hals und wirst ihn nicht mehr so ohne weiteres los.
Was meinst Du, WARUM ich einen RA mandatiert habe? Aus Spaß? Oder weil ich meine Zeit anders nutzen könnte? Surfen! Basketballspielen? Shopping? Keinen "Bock"? ODER WIE? ICH soll den PKH begründen!!!!!!! Und ICH soll die Berufungsbegründung schreiben! Capice?

Vor einem LSG gibt es keine Anwaltspflicht. Heißt, kannst es selber machen.Klar, das weiß ich! Dennoch KANN ich nicht mehr! Dafür gibt es die Möglichkeit einen RA einzuschalten. DAS habe ich getan. Mit geschildertem Ergebnis!
Den Antrag auf PKH schreibst Du unter Deine Begründung.
In etwa so: "Des weiteren wird PKH für dieses Verfahren beantragt". Ist vom RA auch SO gemacht worden! DENNOCH ......


Dieser RA taugt gar nichts. DA stimme ich Dir zu ... leider zu spät?? Er ist bei Gericht als RA dort für mich gemeldet


Wenn ich natürlich so dämlich bin, als Mandant, und unterschreibe
dem das ich Vorkosten übernehme, ja dann, habe ich Prügel verdient. In der Vollmacht steht nix von Übernahme der Vorkosten drin! Nix für Ungut ... dabei habe ich schon aufgepasst! Bin nicht zum ersten Mal mit einem RA "unterwegs".
Ich mag keine Pavian-Ä***** :lach:


Aber da kommt auch schon die FDP mit einem Supervorschlag! Ist bestimmt interessant .... aber NICHT FÜR MICH!!!!
Nicht geschrien; einfach nur hervor gehoben, damit dieser Thread nicht zum OT wird!

Tja, wenn nichts mehr Produktives kommt (anscheinend haben hier 99% NICHTS begriffen), lest einfach nochmal Post #1 und #8, worum es geht!

Dann werde ich wohl wieder mal .......

Viele Grüße,
Nuckel
Nuckel
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Re: Wer braucht schon einen RA, wenn man selber in die Clo..

Beitragvon Reiner Zufall » Sa 2. Jun 2012, 20:20

Tja, wenn nichts mehr Produktives kommt (anscheinend haben hier 99% NICHTS begriffen)


Du bist doch selbst nicht auf den Kopf gefallen, wie ich merke. Was denkst Du denn, das nun noch großartig kommen soll? Z.B. die Antwort auf Deine Frage: "Wie werde ich den von mir gewählten Anwalt wieder los?"

?
Reiner Zufall
 

Re: Wer braucht schon einen RA, wenn man selber in die Clo..

Beitragvon Koelsch » Sa 2. Jun 2012, 20:56

Na ja, der allgemein gebräuchliche und übliche Weg, einen RA wieder los zu werden ist die kurze, schrifltiche Mitteilung:
"Hiermit entziehe ich Ihnen das Mandat."


Wundert mich, dass er/sie darauf nicht selbst kommt.
Koelsch
 

Re: Wer braucht schon einen RA, wenn man selber in die Clo..

Beitragvon Christinchen » Sa 2. Jun 2012, 21:14

Nuckel hat geschrieben:Tja, wenn nichts mehr Produktives kommt (anscheinend haben hier 99% NICHTS begriffen), lest einfach nochmal Post #1 und #8, worum es geht!

Dann werde ich wohl wieder mal .......

Viele Grüße,
Nuckel


Hallo Nuckel,
ich verstehe Deinen Frust, aber dennoch...das von mir Markierte hätte nicht zwingend müssen sein.
Wir sind ein Laienforum, wir versuchen zu helfen.
Aber weder sind wir hier im Nomos, noch schreiben hier Anwälte überhaupt.
Ich denke, ein wenig "Handbremse anziehen bei der Anwendung von Formulierungen" ist für ein angenehmes Miteinander unabdingbar, auch wenn die Problematik mensch zu überrollen glaubt.
Und ein "back to topic" -auch wir Modis sehen nicht sofort alles- kann durchaus etwas umgänglicher formuliert werden, meinst Du nicht auch?
Ich denke, es liegt häufig an der Erwartungshaltung eines jeden Einzelnen, wie er/sie Dinge oder Reaktionen empfindet.
Eine konkrete Rechtsfrage aka "wie werde ich einen besch**** Anwalt los" kann auch beispielsweise im Juraforum gestellt werden.
Die Chance, dort eine sachlich-fachliche Antwort zu erhalten ist u.U. höher als in einem Forum, das sich Aufklärung, politischem Widerstand und PRAGMATISCHER Nothilfe verschrieben hat... und eben aus den entsprechenden interessierten und engaierten Laien besteht.

fG
C
Christinchen
 

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