Ortsabwesenheit bei AU




Re: Ortsabwesenheit bei AU

Beitragvon Quietschie » Do 19. Apr 2012, 18:01

Avarti, ich war auch weit über ein Jahr AU bei ALG II, aber nicht erwerbsunfähig. Weiterhin war ich wegen meinen Pflegezwillis nicht vermittelbar. Trotzdem musste ich natürlich Ortsabwesenheit beantragen und genehmigen lassen, Ausnahme Rehaaufenthalt, da reichte eine Mitteilung. Wobei Rehaaufenthalt auch nicht auf die drei Wochen Ortsabwesenheit angerechnet werden darf.
Liebe Grüße vom Entchen

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Re: Ortsabwesenheit bei AU

Beitragvon Avrati » Do 19. Apr 2012, 18:24

... danke für Deine Antwort.
Einen Antrag auf OA zu stellen ist nicht so sehr das 'Problem'
Was aber, wenn bereits 3 Wochen genehmigt wurden und ich dann weitere OA beantrage.
Muss mir die bewilligt werden (ohne Leistungseinstellung für die Zeit der OA)?

Wenn ich auf lange Sicht gesehen AU bin, spricht doch nichts gegen eine OA über die drei Wochen hinaus - nach meinem gesunden Menschenverstand.
Aus den Beiträgen der anderen User meine ich aber herausgelesen zu haben, dass über die drei Wochen hinaus die Leistung für die Dauer weiterer OA's eingestellt wird.
Hast Du dazu eine gesicherte Antwort?
Gruß von Avrati
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Re: Ortsabwesenheit bei AU

Beitragvon Quietschie » Do 19. Apr 2012, 19:08

Mehr als drei Wochen geht nur bei Leistungseinstellung.

Ich habe keine gesetzliche Grundlage zur Hand, müsste aber in der Erreichbarkeitverordnung stehen.

Auch wenn du AU bist, muss du dich den Regeln fügen, solange du ALG II beziehst.
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Re: Ortsabwesenheit bei AU

Beitragvon WillyV. » Do 19. Apr 2012, 19:12

Es ist genug Literatur angegeben und sogar ein Beschluss des LSG Berlin-Brandenburg vom 16.07.2008 - L 29 B 1004/08 AS PKH (http://dejure.org/dienste/vernetzung/re ... 20AS%20PKH).
Ergänzend ist darauf hinzuweisen, dass nach § 3 Abs. 3 der EAO in Fällen einer außergewöhnliche Härte, die aufgrund unvorhersehbarer und für den Arbeitslosen unvermeidbarer Ereignisse entstehen, die Drei-Wochenfrist nach § 3 Abs. 1 und 2 EAO vom Arbeitsamt, hier dem Beklagten, tageweise, höchstens um drei Tage, verlängert werden kann, wobei es sich im Übrigen um eine Ermessensentscheidung der Beklagten handelt. Insoweit ist eine Verlängerung eben nur begrenzt auf den Zeitraum von drei Tagen rechtlich möglich und nicht länger.
Das Lesen kann ich dir nicht abnehmen.
Als Arbeitnehmer bekommt man auch nur den arbeitsvertraglich geregelten Urlaub bezahlt. Darüber hinaus unbezahlt. Für das "Darüber hinaus" ist Zustimmung erforderlich.
Ein ellenlanger Thread für eine einfache Antwort, nicht zu begreifen.
WillyV.
 

Re: Ortsabwesenheit bei AU

Beitragvon WillyV. » Do 19. Apr 2012, 21:16

Zur "unendlichen Geschichte" noch eine Zugabe:

BSG, Urt. v. 10.08.2000 - B 11 AL 101/99 R (http://dejure.org/dienste/vernetzung/re ... 1%2F99%20R)
WillyV.
 

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