Vorladung




Arzt - Attest

Vorladung

Beitragvon Streetfigther » Sa 20. Okt 2012, 17:18

Hat jemand schon einmal so eine Vorladung erhalten?
Ich bin nicht krankgeschrieben und brauch auch kein Atest.
Allerdings bin ich von sämtlichen Zuzahlungen befreit,warum sollte ich für das Jobcenter etwas vorfinanzieren,ein Arzt stellt bestimmt kein Atest für 5,36 Euro aus.
Wo steht im SGB II das wir für das Jobcenter ein Atest vorfinanzieren müssen und wo ist das im Regelsatz enthalten?
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von Anzeige » Sa 20. Okt 2012, 17:18

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Re: Vorladung

Beitragvon WillyV. » Sa 20. Okt 2012, 17:57

Neuregelung: Arbeitsunfähigkeit bei „Erwerbslosigkeit“ (f171t10108-a-info-nr-154-september-2012.html)

„Bettlägerigkeitsbescheinigungen“ hinfällig
Die neuen Definitionen gelten sowohl für den Fall, dass eine angebotene Arbeit (oder Maßnahme) nicht angetreten werden kann als auch für den Fall, dass mit einer AUBescheinigung nachgewiesen werden soll, dass ein Meldetermin oder ein Vorstellungsgespräch nicht wahrgenommen werden kann. Diese Zweckbestimmung ist ausdrücklich in der Begründung zur Richtlinie genannt. Einige Jobcenter hatten in der Vergangenheit die Vorlage so genannter Bettlägerigkeitsbescheinigungen verlangt. Gestützt wurde diese Praxis durch ein Urteil des Bundessozialgerichts (B 4 AS 27/10 R v. 9.11.2010), wonach eine AU-Bescheinigung nicht in jedem Fall als Nachweis ausreicht. Mit der neuen Richtlinie ist diese Praxis (endgültig) nicht mehr zulässig.

(FH) zu § 32 SGB II: http://www.harald-thome.de/media/files/ ... 6.2012.pdf
Kosten des Attestes (32.9a)

Kostenfreiheit: § 64 Abs. 2 SGB X (http://www.buzer.de/gesetz/3086/a43337.htm)
Hier Attestkosten, die verlangt werden, vorher beantragen, sonst kein Attest.
S. aber „Bettlägerigkeitsbescheinigungen“ hinfällig.
WillyV.
 

Re: Vorladung

Beitragvon susisonnenschein » Sa 20. Okt 2012, 18:01

hm..gabs da nicht irgendeine "sonderbehandlung "im krankheitsfalle für hartzIV empfänger ...also, krank biste nur, wenn du UNTER 3 std. ner massnahme folgen könntest und /oder ne arbeit ausführen ..(ich finde den link jetzt nich )..ergo: hätte es sich mit nem zusatzattest eh erledigt .. :denken:

ich würde im vorab ne kostenübernahme stellen...wer irgendwelche atteste /zettelchen will ...wer die musik bestellt , muss sie zahlen ..meines wissens nach kosten atteste , je nach umfang um die 20 E ..da sind die 5,36 (welch blöde zahl ..)eh e witz und es ist nirgend ne position dafür im RS .
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Re: Vorladung

Beitragvon Birgit Kühr » Sa 20. Okt 2012, 18:14

Ich sehe das so, Du brauchst kein Attest. Das musst Du nur vorweisen wenn Du aus gesundheitlichen Gründen nicht zum Termin vom Jobcenter erscheinen kannst, wenn Du krank sein solltest.

Ich an deiner Stelle würde aber das Fahrgeld für den Termin beim Jobcenter beantragen.
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Re: Vorladung

Beitragvon Prignitzer » Sa 20. Okt 2012, 18:42

Hallo Streetfighter, ich würde aber trotzdem der Aufforderung zu einem Attest, schriftlich widersprechen. Das erspart den Ärger, falls man ihn nicht haben möchte. Die kleinen Mitarbeiter glauben ihren standartisierten Handlungen meist mehr, als deiner Meinung oder deinen Beweisen.
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Re: Vorladung

Beitragvon WillyV. » Sa 20. Okt 2012, 18:50

5,36 EUR: GÖA - Gebührenordnung für Ärzte, Ziffer 70 (Kurze Bescheinigung oder kurzes Zeugnis, Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung)
Gebühren für ein Attest können je nach Arbeitsaufwand 2,33 Euro (einfacher Satz), 5,36 Euro (2,3-facher Satz) und in Ausnahmefällen 8,16 Euro (3,5-facher Satz) betragen.
WillyV.
 

Re: Vorladung

Beitragvon Prignitzer » Sa 20. Okt 2012, 18:54

Bei manchen Ärzten stehen die Preise sogar im Wartezimmer an der Wand. Zwischen 5 und 8 Euro habe ich so schon gelesen.
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Re: Vorladung

Beitragvon Streetfigther » So 21. Okt 2012, 12:10

Vielen Dank für Eure Meinungen und Mühe.
In diesem Fall werde ich den Weg des Widerspruchs/Klage gehen.Da das Jobcenter Stendal grundsätzlich alle Widersprüche ablehnt bleibt nur die Klage.Klage schon wegen der Rechtsfolgenbelehrung.
Mal sehen wie weit sich der DGB-Rechtsschutz darauf einlässt.

Grundsätzlich verpasse ich keinen Meldetermin.Noch nie hatte ich vor denen einen Cent zuschenken.
Außerdem muss die abgrundtiefe Verachtung,das Sachliche,ruhigbleiben aber bestimmend aufrecht erhalten werden und zur Anwendung kommen.LOL!
Das kann man nur vor Ort,und ich lasse mir auch die Vorladung jedes mal von der Sanktionsvermittlerin unterschreiben.
Was will das Kücken überhaupt von mir,ich bin im 61 Lebensjahr,einen schweren Herzinfarkt habe ich hinter mir,zur Reha konnte ich wegen Hartz IV nicht frahren,LKW-Führerschein ist nicht verlängert aber die Tuissi will mit mir über meine aktuelle berufliche Situation sprechen.Eingliederungsvereinbarung hat sie nicht unterschrieben.
Da ich da als Bürger auftauche,mit Bürgerrechten ist es für mich immer ein innerer Vorbeimarsch zu sehen,wie sie in Konflikt geraten,sprachlos,hilflos-eine Anzeige behalte ich mir vor.
Darauf weise ich jeden und jedesmal hin.
Das brauchte ich nicht zu tun weil diese Meldetermiene meistens belanglos sind,wenn man aber so durch eine Vorladung bedroht wird muss es zwingend einen zurück geben.
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