Unfallversicherungsschutz beim Sturz durch den eigenen Hund




Allgemeine Infos zu diesem Thema

Unfallversicherungsschutz beim Sturz durch den eigenen Hund

Beitragvon WillyV. » Mi 26. Jun 2013, 13:30

LSG Sachsen-Anhalt, Urt. v. 16.05.2013 - L 6 U 12/12 (http://dejure.org/dienste/vernetzung/re ... %2012%2F12
Unfallversichert bei Sturz durch eigenen Hund?

Das LSG Halle (Saale) hat entschieden, dass eine Verletzung infolge des Verabschiedens vom eigenen Hundes auf dem Weg zur Arbeit als Arbeitsunfall anzuerkennen ist.

Ein Versicherungsvertreter verließ morgens sein Haus, um mit dem Auto zur Arbeit zu fahren. Er pfiff nach seinem Hund, der angerannt kam und ihn versehentlich umstieß. Die Folge war eine Knieverletzung. Die Berufsgenossenschaft lehnte die Anerkennung als Arbeitsunfall ab, weil das Verabschieden vom Hund nicht zu dem versicherten Arbeitsweg gehöre.

Die dagegen erhobene Klage hatte vor dem LSG Halle (Saale) Erfolg.

Nach Auffassung des Landessozialgerichts hat sich der Unfall auf dem unmittelbaren Weg zur Arbeit ereignet. Gesetzlich unfallversichert sei nach § 8 Abs. 2 Nr. 1 SGB VII auch das Zurücklegen des mit der nach den §§ 2, 3, 6 SGB VII versicherten Tätigkeit zusammenhängenden unmittelbaren Weges nach und von dem Ort der Tätigkeit. Werde dieser Weg nicht nur geringfügig unterbrochen, entfalle insoweit der Unfallversicherungsschutz.

Die Verabschiedung vom Hund sei eine unerhebliche und geringfügige Unterbrechung des Arbeitsweges gewesen.

Das Urteil ist rechtskräftig.
Quelle: http://www.juris.de/jportal/portal/t/1q ... hricht.jsp
WillyV.
 

von Anzeige » Mi 26. Jun 2013, 13:30

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