OA für Kundengespräche bei Selbständigen




OA für Kundengespräche bei Selbständigen

Beitragvon helz » Sa 21. Apr 2012, 10:36

der fall ist noch nicht eingetreten, ich will mich nur mit munition wappnen.

habe ja nun – gottseidank – den offiziellen status selbständig!
Zuletzt geändert von helz am Fr 29. Jun 2012, 18:20, insgesamt 1-mal geändert.
helz
 

von Anzeige » Sa 21. Apr 2012, 10:36

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Re: OA für Kundengespräche bei Selbständigen

Beitragvon Christinchen » Sa 21. Apr 2012, 12:38

helz hat geschrieben:beim letzten termin hatte ich auch die ortsabwesenheit für termine mit kunden oder ggf. auch notwendige konferenzen/weiterbildungen angesprochen.
mir wurde da ja beschieden, das OA bei selbständigen wesentlich strenger gehandhabt würde, als bei anderen betroffenen.


Hallo helz,
ich hoffe, der Willy bringt es nochmals deutlich auf den Punkt, zunächst einmal von mir die Frage:
Du arbeitest selbstständig in Vollzeit?
Ich denke, als Selbstständige bist Du (und viele Andere) nicht eben JC's Liebling...dass allerdings bei Selbstständigen die EAO besonders restriktiv gehandhabt wird/werden soll, halte ich für Wunschdenken Deines JC.

@Willy, bitte um Korrektur bei falscher Auslegung meinerseits!


Lies mal den Auszug aus den fH und die Zusammenfassung des RA Hildebrandt ->

(2) Die Regelungen der [b]EAO gelten nicht für erwerbsfähige Hilfebedürftige, die nicht arbeitslos sind (z.B. bei bestehender sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung; während Maßnahmen zur Eingliederung in Arbeit)[/b]. Jedoch ist es zweckmäßig, auch während der Teilnahme an Maßnahmen zur Eingliederung die voraussichtliche Dauer einer Abwesenheit zu erheben, da auch während einer solchen Maßnahme die Eingliederung in den allgemeinen Arbeitsmarkt grundsätzlich möglich ist.

(3) Besonderheiten bezüglich der Dauer der möglichen Bewilligung einer Ortsabwesenheit können bei älteren Arbeitnehmern, Nicht-sesshaften und Aufstockern gelten (Vgl. Rz. 7.77 ff).“

Zusammenfassend gilt also, dass folgende Personen im Leistungsbezug nach dem SGB II weder eine Genehmigung für ihre Ortsabwesenheit beim Jobcenter einholen müssen noch zeitlichen Beschränkungen (3 Wochen im Jahr) unterliegen:

• Schüler (sie können die gesamten Schulferien in den Urlaub fahren).

Vollzeit Erwerbstätige.

• Temporär nicht erwerbsfähige Leistungsbezieher.

• Alleinerziehende, denen eine Arbeitsaufnahme nicht zumutbar/möglich ist (Säugling, kein Krippenplatz usw.).

• Allgemein Bezieher von Sozialgeld nach § 28 SGB II.

http://sozialberatung-kiel.de/

lG
C
Christinchen
 

Re: OA für Kundengespräche bei Selbständigen

Beitragvon helz » Sa 21. Apr 2012, 13:30

hallo christinchen

Christinchen hat geschrieben:ich hoffe, der Willy bringt es nochmals deutlich auf den Punkt, zunächst einmal von mir die Frage:
Du arbeitest selbstständig in Vollzeit?

ja – im prinzip mehr als das!

Ich denke, als Selbstständige bist Du (und viele Andere) nicht eben JC's Liebling...

wer ist schon JC.s liebling ;D
die mögen mich eh nicht – ob selbständig oder nicht

dass allerdings bei Selbstständigen die EAO besonders restriktiv gehandhabt wird/werden soll, halte ich für Wunschdenken Deines JC.



ich denke mein JC würde das gerne so handhaben, besonders sachbearbeiterin D.


Jedoch ist es zweckmäßig, auch während der Teilnahme an Maßnahmen zur Eingliederung die voraussichtliche Dauer einer Abwesenheit zu erheben, da auch während einer solchen Maßnahme die Eingliederung in den allgemeinen Arbeitsmarkt grundsätzlich möglich ist.

der einzige der mich in den allgemeinen arbeitsmarkt eingliedert, bin ich selber


• Schüler (sie können die gesamten Schulferien in den Urlaub fahren).

Vollzeit Erwerbstätige.


war bei schülern nicht die einschränkung 15. oder 16. lebensjahr? wobei mein 15 jähriger noch in die schule geht und noch schulpflicht besteht!

sehe mich als vollzeit erwerbstätig!



lieben dank!

d.h. ich sage nur bescheid: ich bin dann mal wech ;D

und dann sage ich: bin wieder da!

schriftlich oder hindackeln? wobei hindackeln wieder zeit kostet, die für die ausführung meiner aufträge fehlen würde!
helz
 

Re: OA für Kundengespräche bei Selbständigen

Beitragvon Christinchen » Sa 21. Apr 2012, 13:44

selbst-und ständig...altvertraut... :rauchen:
Mach's schriftlich, liebe Helz.
Hindackeln ist ineffiziente Verschwendung von Zeit und Nerven, beides ist bei Selbstständigen eh Mangelware (aus früherer Erfahrung mal so behauptend)
Warte aber dennoch bitte ab, wie unser Willy die Sachlage beurteilt, nicht dass aufgrund meiner Rechtsauslegung bzw. (Fehl)Interpretation Dir ein Nachteil entsteht.
Klar ist die Sache aber mit Sohnemann:
Er steht, solange er schulpflichtig ist, dem AM nicht zur Verfügung, siehe Punkt 1 RA Hildebrand ->
° Schüler

lG
C
Christinchen
 

Re: OA für Kundengespräche bei Selbständigen

Beitragvon helz » Sa 21. Apr 2012, 14:57

Christinchen hat geschrieben:selbst-und ständig...altvertraut... :rauchen:
Mach's schriftlich, liebe Helz.
Hindackeln ist ineffiziente Verschwendung von Zeit und Nerven, beides ist bei Selbstständigen eh Mangelware (aus früherer Erfahrung mal so behauptend)



ohh ich bin ein großer freund von schriftlich!
denn darauf müssen sie stellung beziehen … und dann habe ich was in der hand!

Warte aber dennoch bitte ab, wie unser Willy die Sachlage beurteilt, nicht dass aufgrund meiner Rechtsauslegung bzw. (Fehl)Interpretation Dir ein Nachteil entsteht.


ging jetzt erstmal nur um.s prinzip.

d.h. aber auch ich kann zu der hochzeit fahren :)
wäre ja geil
Klar ist die Sache aber mit Sohnemann:
Er steht, solange er schulpflichtig ist, dem AM nicht zur Verfügung, siehe Punkt 1 RA Hildebrand ->
° Schüler


perfekt :)
helz
 

Re: OA für Kundengespräche bei Selbständigen

Beitragvon WillyV. » Sa 21. Apr 2012, 16:50

Erwerbstätige Hilfebedürftige, die sozialversicherungspflichtig beschäftigt oder selbständig sind oder an Beschäftigungsförderungsmaßnahmen teilnehmen, müssen sich nicht mehr bei Ortsabwesenheit abmelden.
Bei Selbständigen könnte es Probleme geben, wenn deren monatliches Einkommen die 400 EUR Grenze unterschreitet, schreiben Jäger/Thomé in ihrem aktuellen Ratgeber.

Für beruflich bedingte Abwesenheit gelten diese Regeln jedoch nicht: Dienstreisen müssen nicht beantragt und genehmigt, sondern einfach nur vorab angezeigt werden. Dies gilt auch für Selbstständige. Aber da sie keinen Chef haben, der eine Dienstreise anordnet, ist die Abgrenzung von privater und beruflicher Reise naturgemäß schwerer nachzuweisen.
Immer dann, wenn Gewinn oder zumindest Umsatz gemacht wird, dürfte es sich eindeutig um eine beruflich veranlasste Abwesenheit handeln. Problematisch wird es dagegen, wenn lediglich Kontakte gepflegt oder Vorverhandlungen geführt werden. „Echte" Vertrags­verhandlungen und erfolgreiche Akquise fallen wiederum durchaus in den Bereich der Erwerbstätigkeit und sind nicht genehmigungspflich­tig. Im Gegenteil: Empfängerinnen und Empfänger von ALG II müssen sich ja bemühen, so viel Geld wie möglich zu verdienen. (DGB, Tipps für Selbständige)

Zum zeit- und ortsnahen Bereich, in dem man sich nicht abmelden muss, s. § 140 Abs. 4 S. 2 SGB III (http://www.buzer.de/gesetz/6003/a82940.htm)

In der EinV regeln lassen.

Für die Hochzeit "Urlaub" genehmigen lassen.
WillyV.
 

Re: OA für Kundengespräche bei Selbständigen

Beitragvon helz » Sa 21. Apr 2012, 20:23

wie weise ich denn nach?
also ob es beruflich oder privat war?

denn oft sind in meiner branche nicht unbedingt feste verträge üblich, sondern eher mündliche – so wie es im moment auch läuft.
kunde sagt: mach – ich mache, und dann steht am ende nicht nur ein schicker flyer, sondern eine noch schickere rechnung!

das ist aber oft erst im nachgang.


in die EinG möchten die in meinem fall am lliebsten noch fußfessel oder sowas reinschreiben
helz
 

Re: OA für Kundengespräche bei Selbständigen

Beitragvon WillyV. » So 22. Apr 2012, 08:15

Fahrtenbuch
WillyV.
 

Re: OA für Kundengespräche bei Selbständigen

Beitragvon helz » So 22. Apr 2012, 10:22

WillyV. hat geschrieben:Fahrtenbuch


wenn du ein auto hast!
aber ich fahre mit zug, bus, oder mitfahrzentrale!
vor ort dann wieder mit den öffentlichen.
helz
 

Re: OA für Kundengespräche bei Selbständigen

Beitragvon WillyV. » So 22. Apr 2012, 11:09

Dann eben eine Aufstellung à la Fahrtenbuch.
Im Zweifelsfall bleibt dann eben nur der Rechtsweg.
WillyV.
 

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