In einer prekären Lage




Hier dürfen Gäste lesen.

In einer prekären Lage

Beitragvon Birgit Kühr » Di 4. Dez 2012, 17:48

In einer prekären Lage

Nicole Glockes Buch „Wir Kinder von Hartz IV“ legt nahe, dass es bessere Wege zur Kinderförderung gibt als staatliche Transferzahlungen. Seit zum 1. Januar 2005 die sogenannten Hartz-IV-Gesetze eingeführt wurden, hat sich die Zahl der Kinder, die in Deutschland von Armut betroffen sind, fast verdoppelt.


http://www.freitag.de/autoren/der-freit ... aeren-lage
Ich vergesse nichts, ich vergebe nichts und ich erwarte, dass jeder seine gerechte Strafe bekommt, für das Leid, was er angerichtet hat.
Benutzeravatar
Birgit Kühr
Administrator
Administrator
 
Beiträge: 42001
Registriert: Sa 23. Feb 2008, 18:17
Wohnort: (Uckermark)

von Anzeige » Di 4. Dez 2012, 17:48

Anzeige
 

Re: In einer prekären Lage

Beitragvon WillyV. » Di 4. Dez 2012, 19:05

Interessant an diesem Beitrag sind nur die Kommentare.
WillyV.
 

Re: In einer prekären Lage

Beitragvon Birgit Kühr » Di 4. Dez 2012, 19:09

Ich sehe den ganzen Artikel und darunter die Kommentare.
Ich vergesse nichts, ich vergebe nichts und ich erwarte, dass jeder seine gerechte Strafe bekommt, für das Leid, was er angerichtet hat.
Benutzeravatar
Birgit Kühr
Administrator
Administrator
 
Beiträge: 42001
Registriert: Sa 23. Feb 2008, 18:17
Wohnort: (Uckermark)

Re: In einer prekären Lage

Beitragvon Letisha » Sa 8. Dez 2012, 15:45

Logisch können die Kinder nichts dafür, dass sie auch Alg II Empfänger sind. Sie gehen ja noch zur Schule.

Sie können auch nichts dafür, dass die Regierung immer mehr Gelder streicht, wo sich die Kids noch kostengünstig austoben können.

Sie können nichts dafür, wenn sie schlechte Eltern haben oder Eltern, die nichts tun können, weil das Geld nicht reicht.

Sie können ebenfalls nichts dafür, dass der Regelsatz für Kinder viel zu knapp bemessen ist.

Sie können sicher nichts dafür, dass lediglich ein viel zu geringes Bildungspaket bereit steht, was aber erst mit zig Formularen beantragt werden muss und dann oftmals Monate dauert bis zur Genehmigung oder doch letztendlich abgeschmettert wird, weil der SB gerade nen schlechten Tag hat.

Sie können wirklich nichts dafür, dass Politiker, Presse und Mob immer auf ihre Eltern eindreschen, was für schlechte, saufende und rauchende Eltern das doch sind, auch wenn diese gar nicht rauchen, saufen und sich große Mühe geben.
Letisha
 

Re: In einer prekären Lage

Beitragvon Andreas Krödel » Sa 8. Dez 2012, 17:03

:Tomate:
nein, die Kinder können nichts dafür, auch die DDR- Kinder konnten nichts dafür, dort zur Welt gekommen zu sein, die Kinder in Afrika können nichts dafür, im einem Slam auf die Welt zu kommen, ohne sauberes Wasser, ohne genügend Nahrung, in total vernachlässigten hygienischen Bedingungen - aber auch wir steuern wieder darauf zu, obwohl da in "unserem Grudgesetz" steht:

"Art 3
(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.

(2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.

(3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden."

Seht Ihr da nicht auch so etwas wie einen wirklich großen Widerspruch?
Andreas Krödel
 

Re: In einer prekären Lage

Beitragvon Linchen© » Mo 10. Dez 2012, 11:42

Nicole Glockes Buch „Wir Kinder von Hartz IV“


liest sich fast wie "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo", mal schaun wann ein Buch heraus gegeben wird, mit dem Titel "Wir HartzIV Kinder von der Müllkippe". In den Südamerikanischen Staaten leben ganze Familien auf Müllkippen..... Kriegen wir hier auch noch?
Ich bin friedvoll und auch diplomatisch... aber ärgert man mich richtig, dann ist ein Kampfstier ein Chorknabe gegen mich...
Benutzeravatar
Linchen©
Stammuser ***
Stammuser ***
 
Beiträge: 964
Registriert: Do 22. Dez 2011, 10:20
Wohnort: Kaltenkirchen

Re: In einer prekären Lage

Beitragvon Andreas Krödel » Mo 10. Dez 2012, 14:42

na logisch, ganz Amerika wurde damals von Europäern "entdeckt", die Ureinwohner (Indianer) ausgerottet, nun, warum sollen die Menschen auf den Müllkippen, Ghettos, Slums, nicht nur in Südamerika oder durch Hartz in Deutschland, sondern weltweit, überall! - nicht eines Tages auf die Idee kommen, "zurück in die alte Heimat", der "Heimatbund der Vertriebenen" mit seinen Aufmärschen machts vor, unsere Politprominenz ist da "ehrenhaft vertreten, ob nun in Lederhose oder Dirndel", ist doch egal, ob "Schlesier" oder "Wolgadeutsche", wer mal einen Deutschen Schäferhund hatte, bekommt einen deutschen Paß wieder! :Ironie:
Nein, eigentlich ist dies Thema für Ironie absolut untauglich, da muß man schon mal in Geschichtsbüchern nach der Frage forschen: Warum ist das jetzt so, wie kam was wann zu Stande und wer das ernsthaft tut, muß feststellen, wer Kriege schürt, muß auch deren Folgen ertragen als Sieger oder Verlierer, wobei diese Begriffe oft nur scheinbar relevant sind!
Mancher noch so große Sieg entpuppte sich in der Geschichte auch als böse Niederlage.
Bitte schön vorsichtig bei solch äußerst brisanten Thema, die "ewig gestrigen" lauern überall - weil sie verblendet jedes heute geltende Völkerrecht ignorieren, Realitäten nicht anerkennen wollen/ können.
:denken:
ups, gibt es nicht ein Smilies mit dicker Zigarre? :rauchen:
Andreas Krödel
 

Re: In einer prekären Lage

Beitragvon Letisha » So 16. Dez 2012, 14:18

Linchen© hat geschrieben:
Nicole Glockes Buch „Wir Kinder von Hartz IV“


liest sich fast wie "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo", mal schaun wann ein Buch heraus gegeben wird, mit dem Titel "Wir HartzIV Kinder von der Müllkippe". In den Südamerikanischen Staaten leben ganze Familien auf Müllkippen..... Kriegen wir hier auch noch?


Das Buch hätte was gutes werden können und die Leute teilweise aufrütteln können. Aber das wollte die Autorin nicht. Sie präsentiert drei RTL II Familien, wo die Eltern Null Interesse haben an ihren Kindern. Somit ist natürlich der Hart 4 Status nicht unverschuldet gekommen, sondern selbst verursacht.

Solche dort porträtierten Eltern gibt es zwar, aber sie sind in der Minderheit und genau das kommt im Buch leider nicht rüber. Also wieder ideal für BILD, Mainstream und den Mob, der ohnehin denkt, dass Alg II Bezieher die Teufel der Nation sind. (Gleich neben den bösen bösen Muslimen natürlich, dank der "Aufklärung" von Sarrazin.)
Letisha
 

Re: In einer prekären Lage

Beitragvon Prignitzer » So 16. Dez 2012, 17:15

Ich habe festgestellt, daß ich mit dem ALG II Bezug ein großes Geschenk erhalten habe. Ich bekam das wertvollste überhaupt; "ZEEEEEEEEEIT". In einem Alter von 32 Jahren ist dieses Geschenk meiner Meinung nach sogar 10mal mehr wert, als im hohen Alter. Viel von seiner Zeit hat man in der Rente nämlich meist nicht mehr. Man nutzt dann die Zeit um beim Arzt zu sitzen, länger für jeden Weg zu brauchen. Sich Gedanken zu machen, wie man die Medikamente bezahlen kann und und und. Das soll nicht abschätzig gegenüber den Rentnern sein. Ich bin nur froh, daß ich es heute erkennen und nutzen kann.
"Wo Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht." (Bertolt Brecht)

„Reicher Mann und armer Mann ,standen da und sahn sich an. Und der Arme sagte bleich: Wär ich nicht arm, wärst Du nicht reich.“ (Bertolt Brecht)
Benutzeravatar
Prignitzer
Stammuser **
Stammuser **
 
Beiträge: 196
Registriert: Sa 13. Aug 2011, 13:22
Wohnort: Pritzwalk (Prignitz)

Re: In einer prekären Lage

Beitragvon susisonnenschein » So 16. Dez 2012, 17:41

Prignitzer hat geschrieben:Ich habe festgestellt, daß ich mit dem ALG II Bezug ein großes Geschenk erhalten habe. Ich bekam das wertvollste überhaupt; "ZEEEEEEEEEIT". In einem Alter von 32 Jahren ist dieses Geschenk meiner Meinung nach sogar 10mal mehr wert, als im hohen Alter. Viel von seiner Zeit hat man in der Rente nämlich meist nicht mehr. Man nutzt dann die Zeit um beim Arzt zu sitzen, länger für jeden Weg zu brauchen. Sich Gedanken zu machen, wie man die Medikamente bezahlen kann und und und. Das soll nicht abschätzig gegenüber den Rentnern sein. Ich bin nur froh, daß ich es heute erkennen und nutzen kann.



nun ja..."zeit haben "ist , gerade, wenn man kleine kinder hat , ein geschenk ..denn , man kann sich intensiv drum kümmern ,

das geflügelte wort "rentner haben niemals zeit "hat nich unbedingt was damit zu tun, das man seine zeit im wartezimmer von ärzten verbringen muss /möchte (naja, manche schon, wenn sie einsam sind )sondern, das es alte menschen nach einem arbeitsleben geniessen , wieder machen zu können , was sie wollen /wann sie wollen und eben viel nachzuholen haben , wozu sie während der arbeitszeit nicht gekommen sind. naja..das leben is kurz!

naja..bei mir dauern wege zu fuss auch länger ..da hab ich mehr zeit , mich in der gegend umzusehen ...wenn man hetzen müsste, kriegte man seine umgebung gar nich mit :lach: --also, nich alles is unbedingt soooo negativ, wies dargestellt wird.

naja...auch wenn es mitunter anders ankommt, aber, wir haben NOCH ein relativ gutes gesundheitssystem..sicher , gibts die, die überlegen müssen, wie sie ihre (meist frei verkäuflichen und somit nich von der KK finanzierten, aber dennoch hilfreichen und somit notwendigen medis bezahlen können )..aber, ich denke und das ist meine erfahrung :"tägliches geschäft "is das nich(für die meisten ) ..NOCH nich..aber,wir bewegen uns mit riesen schritten auf "amerikanische verhältnisse "zu , wo man entweder für seine krankheit selbst ALLES zahlen muss /soll , mangels krankenversicherung und /oder eben ins "gras beisst "!

nur...wir alten /älteren ..hatten schon ein leben ..irgend wann is der "zenit "eben mal erreicht gewesen ...meins war nich schlecht ...die jungen sind /werden betrogen um das , was man "leben "nennt ...die sollens mal geniessen, auch wenn der "rubel "nich soooo rollt ...um zeit mit seinen liebsten zu verbringen (sinnvolle zeit )brauchts nicht unbedingt DAS manna ..wenn man die zeit auszufüllen weiss !
mein unwort :

"sozialverträglich "

Die Welt wird nicht bedroht von den Menschen, die böse sind, sondern von denen, die das Böse zulassen.

"Wer bis zum Hals in Scheisse steckt, sollte den Kopf nicht hängen lassen." :) :)
Benutzeravatar
susisonnenschein
Stammuser ****
Stammuser ****
 
Beiträge: 1585
Registriert: So 1. Jan 2012, 00:11
Wohnort: da wo sich hase und igel "gute nacht"sagen

Nächste

Zurück zu Kinderarmut

Wer ist online?

0 Mitglieder

cron