In einer prekären Lage




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Re: In einer prekären Lage

Beitragvon Prignitzer » So 16. Dez 2012, 17:55

Ha, ich merke schon, wir können uns gemeinschatlich alles Schönreden. Alles ist halt relative Ansichtssache. :Trost: :lach:

Und ja, ich genieße die Zeit mit Frau und Kind. Diese Chancen bekommt man im Leben immer nur einmal.
"Wo Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht." (Bertolt Brecht)

„Reicher Mann und armer Mann ,standen da und sahn sich an. Und der Arme sagte bleich: Wär ich nicht arm, wärst Du nicht reich.“ (Bertolt Brecht)
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Re: In einer prekären Lage

Beitragvon susisonnenschein » So 16. Dez 2012, 18:30

Prignitzer hat geschrieben:Ha, ich merke schon, wir können uns gemeinschatlich alles Schönreden. Alles ist halt relative Ansichtssache. :Trost: :lach:

Und ja, ich genieße die Zeit mit Frau und Kind. Diese Chancen bekommt man im Leben immer nur einmal.



schönreden ?

nich mein ding !

sagen was über ne sache zu sagen is und zusehen , das es nicht schlechter wird, das is unsere aufgabe...nich "schlecht reden "sondern dafür (mit )sorgen das es nich schlecht wird (und /oder eben noch schlechter )

nur..deswegen kann man ja auch das positive in /an ner situation sehen , oder ?wenn mans nich mehr kann ..naja, entweder, man is /wird krank darüber und /oder man hat aufgegeben !
mein unwort :

"sozialverträglich "

Die Welt wird nicht bedroht von den Menschen, die böse sind, sondern von denen, die das Böse zulassen.

"Wer bis zum Hals in Scheisse steckt, sollte den Kopf nicht hängen lassen." :) :)
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Re: In einer prekären Lage

Beitragvon Andreas Krödel » So 16. Dez 2012, 19:13

Auch hier, was Prignitzer abgeleitet und auch von Susi kommentiert ist, was ist das- „Zeit“?
Ist es ein Produkt des „nicht gebraucht Werdens?“, haben wir als Behinderte etwas, was die Masse der gehetzten Menschen nicht haben – Zeit?
Ja, die Leere in uns, das Ausgegrenzt sein, eben „die Zeit haben“, das kann schon frustrieren, deprimieren.
Ich habe immer und überall angeboten, fragt mich, ich habe die Zeit, es aufzuarbeiten, Studien zu betreiben, Probleme zu analysieren, mögliche Hilfestellungen zu erarbeiten – die Reaktion liegt so fast bei „Null“.
Nun, was kann ich mit der Zeit anfangen, die ich habe, schlafen?
Nö, dazu ist mir die Zeit zu schade, brauche sicher meine 8 Stunden Nachtruhe und so etwa 40 Minuten Mittagsschlaf, so ganz tief, aber dann bin ich munter und- habe „Zeit“!
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Re: In einer prekären Lage

Beitragvon susisonnenschein » So 16. Dez 2012, 19:56

kroedel hat geschrieben:Auch hier, was Prignitzer abgeleitet und auch von Susi kommentiert ist, was ist das- „Zeit“?
Ist es ein Produkt des „nicht gebraucht Werdens?“, haben wir als Behinderte etwas, was die Masse der gehetzten Menschen nicht haben – Zeit?
Ja, die Leere in uns, das Ausgegrenzt sein, eben „die Zeit haben“, das kann schon frustrieren, deprimieren.
Ich habe immer und überall angeboten, fragt mich, ich habe die Zeit, es aufzuarbeiten, Studien zu betreiben, Probleme zu analysieren, mögliche Hilfestellungen zu erarbeiten – die Reaktion liegt so fast bei „Null“.
Nun, was kann ich mit der Zeit anfangen, die ich habe, schlafen?
Nö, dazu ist mir die Zeit zu schade, brauche sicher meine 8 Stunden Nachtruhe und so etwa 40 Minuten Mittagsschlaf, so ganz tief, aber dann bin ich munter und- habe „Zeit“!


"nicht gebraucht werden "im sinne von "nicht arbeiten DÜRFEN "..mich nicht aus eigener kraft ernähren können (nicht , weil ich so krank bin , sondern , weil ich behindert werde ...denn ich kann nicht laufen , aber denken /schreiben ...also, ich könnte ne qualifizierte arbeit tun , mein geld selbst erarbeiten ..und viele andere behinderte auch )..JA !

"nicht gebraucht werden "im sinne von keine aufgabe haben ..ein klares NEIN , denn es liegt an jedem selbst , sein leben mit sinn zu füllen und auch was für die gemeinschaft zu tun , auch wenn es diesem /jenen , gar nicht in den kram passt ..aber, gebraucht werde ich schon (mehr, wie mir persönlich lieb is )

"Ja, die Leere in uns, das Ausgegrenzt sein, eben „die Zeit haben“, das kann schon frustrieren, deprimieren."

ICH habe keine leere ..weder um , noch in mir ...und ich denke /vermute , niemand müsste an so einer , wie von kroedel gemeinten leere leiden , wenn man nur mal nach rechts /links sieht ..sich um seine nachbarn kümmert ...alte /kranke ..tiere ...weiss ich ..also, der spruch "arbeit liegt auf der strasse "ist in DEM falle (um was gegen die innere leere zu tun )zutreffend ..jeder kann was finden , was einen interessiert ...wo er freude dran hat , was für ihn /andere einen nutzen hat ..dazu braucht man keine grossen geldresserven ..und /oder die leere ausfüllen durch kreative tätigkeiten (wers kann )malen /musizieren ...also, ich bin sicher: IRGENDWAS würde JEDER finden, wenn er intersse hat und soziale kontakte folgen auf dem fusse und wenns übers internet ist ..da ist man ggf. immer noch allein , aber nicht EINSAM im negativsten sinne .

auch kranke /behinderte...sofern sie nicht wirklich sooo krank sind ..es gibt so viele beispiele engagierter kranker /behinderter ...siehe , als beispiel, was wir alle kennen , birgit ..ich denke, ihre leere hält sich auch in grenzen !

ich habe genausoviel /wenig geld, wie die meisten hier , aber , keine leere ...ich engagiere mich mit /für behinderte , biete meinen rat /hilfe /beistand für menschen an, die sich nicht in der lage fühlen , alleine gegen die behörden anzutreten , darraus ergeben sich auch private kontakte /andere problemfelder ..nebenbei bilde ich mich , wos nur geht ...also, mancher tag müsste/ könnte 48 std. haben .

nee...leer is bei mir nur die kaffeetasse :lach: (weil mir keiner kaffee kocht )und am monatsende, wie bei allen anderen auch , das portmonaise :Oh:
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Re: In einer prekären Lage

Beitragvon Birgit Kühr » So 16. Dez 2012, 20:25

Also Langeweile habe ich auch keine. Ich bin ja nun schon täglich viele Stunden mit dem Forum beschäftigt. Wenn ich dann sehe, wie dieses Forum genutzt wird und wie viel Gutes für schon machen konnten, gehe ich einmal davon aus, dass diese Arbeit sinnvoll ist.

Wir verdienen zwar kein Geld damit, aber wir leben dadurch nicht ganz isoliert, helfen andere und können selber Hilfe in Anspruch nehmen.
Ich vergesse nichts, ich vergebe nichts und ich erwarte, dass jeder seine gerechte Strafe bekommt, für das Leid, was er angerichtet hat.
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Re: In einer prekären Lage

Beitragvon Andreas Krödel » So 16. Dez 2012, 20:41

:Gratulation: :Gratulation:
genau, so verstehe ich Euch, und wenn Ihr alle mal "Zeit" habt, könnt Ihr Krödel "Löchern"!
:rauchen:
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Re: In einer prekären Lage

Beitragvon Prignitzer » So 16. Dez 2012, 20:51

Ich weiß ja, daß ihr verstanden habt, daß ich hier Dinge überspitzt habe :Hallialo: Zeit sollte man immer dafür haben, was man selbst als wichtig erachtet. Und wer die Zeit dafür findet, der hat auch Zeit oder Zeit gehabt. Ich brauche zum Beispiel nicht das Gefühl "gebraucht zu werden". Ich verbringe die mir zur Verfügung stehende Zeit mit Dingen die mir wichtig sind. Wenn ich dabei anderen helfen kann, gut! Wenn nicht. Auch egal. Und wie hier nun schon geäußert wurde; Man darf sich nicht selbst aufgeben. Man selbst muss nach Möglichkeit seine Aufgaben finden. Dabei orientiert man sich dann halt an den gesellschaftlichen Vorgaben. In einer Gesellschaft, in der sowieso nicht mehr jede Hand für die Produktion benötigt wird, geht dies auch gar nicht anders. Ein Punkt der meist unterschlagen wird. Eine technisierte Gesellschaft, schafft auch zwangsläufig mehr Zeit. Man hat heute mehr Zeit, weil man eine Waschmaschine hat, einen elektrischen oder Gasherd, ein Geschäft zum einkaufen, diverse Fortbewegungsmittel um schneller am Ziel zu sein und und und. Nur nutzen viele Menschen diese Zeit nicht mehr allzu sinnvoll. Wobei das Sinnvolle ja wieder im Auge des Betrachters liegt. Also braucht man Akzeptanz in der Auslegung der Meinung im Allgemeinen.
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