Wann wachen wir auf?




Wann wachen wir auf?

Beitragvon Birgit Kühr » So 2. Nov 2014, 23:08

Wann wachen wir auf?

Gerechtigkeit Gegen die wachsende Schere zwischen Arm und Reich hilft nur noch eine antikapitalistische Revolte à la 1968. Pikettys Buch macht klar, dass es Zeit ist, sie zu erneuern Jede von einem Buch ausgelöste Debatte, die sich der Einsicht wenigstens nähert, dass Kapitalismus immer auch Zwangswachstum bedeutet, ist nützlich. Bei Thomas Piketty, dessen Buch Capital in the Twenty-First Century jetzt auch auf Deutsch erschienen ist, stellt sich Wachstum zwar nicht als Zwang dar, sondern nur als eine ständige Tatsache; darin unterscheidet er sich von Karl Marx, Max Weber, John Maynard Keynes oder von Hans Christoph Binswanger, der die Ökosteuer angeregt hat. Aber das ist kein Wunder, da er unter dem Wachstum nicht leidet. Was ihn einzig umtreibt, ist die sich immer weiter öffnende Schere von Arm und Reich.



https://www.freitag.de/autoren/michael- ... en-wir-auf
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Re: Wann wachen wir auf?

Beitragvon Rainer Weigt » Mo 3. Nov 2014, 14:13

„Was ihn einzig umtreibt, ist die sich immer weiter öffnende Schere von Arm und Reich“.
Dieser Erkenntnis stimme ich vollinhaltlich zu. Revolten als Abwehr halte ich für nicht Wegweisend. Sie sind nicht Anhaltend und werden diffamiert und niedergeschlagen. So wie die eine Seite, immer gegenwärtig und forcierend agiert, muss die andere Seite jederzeit wachsam, abwehrbereit und solidarisch sein. Wer weiterhin Anpassung und Bequemlichkeit bevorzugt wird benachteiligt. Die Drohung mit Revolte irgendwann wird nicht ernst genommen. Revolten werden zudem mit Gewalttätigkeit als Einheit gesehen und finden deshalb viel mehr Ablehnung statt Zustimmung und Mitwirkung. Nicht Angst, Buckeln und Treten, sondern jederzeit selbstbewusst und gerechten Anteil einforderndes Auftreten sind Zielführend. Rainer Weigt
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Re: Wann wachen wir auf?

Beitragvon Streetfigther » Mo 3. Nov 2014, 14:47

Dazu müssten für den Hartz IV Bereich aber erst mal die Suppenküchen geschlossen werden. Dann müsste das Fernsehprogramm nur noch Aufklärung und politische Wahrheiten senden.
Solange sich die Politik mit Suppenküchen und Schönfärberei über die erzwungene Armut hinwegsetzen kann wird es keinen Aufstand- nicht mal sozialen Zusammenhalt geben!
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Re: Wann wachen wir auf?

Beitragvon Birgit Kühr » Mo 3. Nov 2014, 16:24

Aus diesem Grund hatte ich den Thread eröffnet.

Gibt es noch Solidarität unter den Menschen in Deutschland?
49515631nx55919/offene-diskussion-f140/gibt-es-noch-solidaritaet-unter-den-menschen-in-deutschland-t19753.html

Solidarität und Zusammenhalt ist wichtig. Ich favorisiere für einen Mix aus Protest und aufrechtes gehen. Protest kann aber erst dann stattfinden wenn sich ganz viele daran beteiligen würden. Ansonsten wir uns nur lächerlich machen.

Ja das hört sich jetzt vielleicht gemein an, aber aus meiner Sicht dürften sie Suppenküchen (Tafeln) wirklich nur in Ausnahmefällen in Anspruch genommen werden. Damit meine ich nur für Bürger die obdachlos sind.

Schon hätten wir eine ganz andere Situation. Viele Bürger würden erst dann selber einsehen, was Armut bedeutet.

Solche Aktionen sind vielleicht sogar gut gemeint, schaffen aber das Problem nicht ab.

Tüte kaufen und an die Tafel spenden

http://www.nordkurier.de/prenzlau/tuete ... 15611.html
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Re: Wann wachen wir auf?

Beitragvon sixthsense » Mi 5. Nov 2014, 21:08

Ich denke mal die Fragestellung ist falsch. Aufgewacht sind schon genug, nur der richtige Konsens wurde in der Bevölkerung noch nicht gefunden (Teile und Herrsche Prinzip funktioniert neben Brot und Spiele noch sehr gut...). Es darf ums Verrecken keine Einigkeit in der Bevölkerung geben...

Also müsste die Frage eher heißen: Wann rafft sich die Bevölkerung für Veränderungen auf?

Zudem fehlt es auch an einer gewissen Opferbereitschaft... ist einfach so. *Schulter zuck*

Man sieht es ja auch schon bei den GDL-Streiks, wie die Leute gleich alle abkotzen, nur weil die Züge mal nicht fahren.

Darüber hinaus fehlt es auch an einer Struktur... also bleibt eben nur der ach so "tolle" Wahlzettel. :lachen:
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Re: Wann wachen wir auf?

Beitragvon Birgit Kühr » Mi 5. Nov 2014, 21:47

Ich habe mir die Mühe gemacht und habe versucht den Streik der GDL zu unterstützen. Ich habe unter EM-Rentner geschrieben. Vielleicht könntest Du dort bei der MOT Seite auch etwas schreiben. Bei diesen Kommentaren siehst Du ganz genau, wie gespalten die Leute sind.

http://www.moz.de/kommentare/mc/1343720/216/1/
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