Arbeitszeitverkürzung jetzt! 30-Stunden-Woche fordern!




Arbeitszeitverkürzung jetzt! 30-Stunden-Woche fordern!

Beitragvon WillyV. » Fr 21. Dez 2012, 18:16

Heinz-J. Bontrup/Mohssen Massarrat (Hrsg.)

Arbeitszeitverkürzung jetzt! 30-Stunden-Woche fordern!

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WillyV.
 

von Anzeige » Fr 21. Dez 2012, 18:16

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Re: Arbeitszeitverkürzung jetzt! 30-Stunden-Woche fordern!

Beitragvon Rainer Weigt » Sa 22. Dez 2012, 13:59

Hallo WilliV.
30 Stunden Woche ist auch meine Forderung seit gut 7 Jahren. Doch mit der Zeit meine ich, daß diese Zahl wichtig als Anhaltspunkt zu nennen, aber ausdrücklich flexibel nach oben und unten zu sehen ist. Diese Zahl sollte von den tatsächlichen Arbeitslosenzahlen bestimmt und reguliert werden.
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Re: Arbeitszeitverkürzung jetzt! 30-Stunden-Woche fordern!

Beitragvon Prignitzer » Sa 22. Dez 2012, 14:41

Wenn bei einer 30 Stunden Woche das Gehalt nicht auf 40 Stunden Niveau gebracht wird, können die meisten gleich ins ALG II gehen. Das ist dann definitiv überlebenssicherer. Und fest steht, die Gehälter werden nach unten geschraubt und sei es momentan primär durch Nichtanpassung an die Inflation. Das ALG II stellt inzwischen schon ein Bürgergeld dar. Sobald das ALG II ansteigt, bzw. versucht die Inflation einzuholen, müssen inzwischen auch die Gehälter z.B. der ZAF angehoben werden, die dieses dann als großes Geschenk an die Mitarbeiter verkaufen. Mit einer Absenkung der Regelarbeitszeit erreicht man momentan und in den nächsten Jahren nur, daß dies durch die AG im Sinne der 400 Euro Jobs mißbraucht wird. Nötig wäre eine vollkommene Umgestaltung. Durch das entstehen der EU, müsste dies aber EUweit passieren. Wird es aber nicht. Eine Reform wäre nur möglich, wenn der Willen aller Regierungen da wäre. Ist es aber nicht. Die Lobbys müssten allesamt auf Gewinne verzichten. Werden sie aber nicht...........
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Re: Arbeitszeitverkürzung jetzt! 30-Stunden-Woche fordern!

Beitragvon Rainer Weigt » Sa 22. Dez 2012, 18:25

Hallo, darauf möchte ich mit einem Bericht von mir antworten. R.W.

Podiumsdiskussion in Finsterwalde
-Der „DGB- Kreisverband“ und „Gewerkschaftlicher Erwerbslosen- Arbeitskreis (GELA)“ haben am 07.08.2012 zur Diskussion um Arbeitszeitverkürzung gerufen und viele sind gekommen! Der Raum füllte sich zusehends und war mit 36 Teilnehmern gut gefüllt.
-Dr. Rainer Thiel belegte die Entwicklung der Arbeitszeitverkürzung im 19. und 20. Jahrhundert. Um 1850 waren etwa 80 Stunden pro Woche Normalität. 1875 wurden daraus meist 60 Stunden. 1918 wurden 48 Wochenstunden proklamiert. Durch Aufbau, Kriegsvorbereitungen u.s.w. wurde dieser Prozess durchbrochen und es trat eine gegensätzliche Entwicklung ein. Nach 1945 wurden wieder 48 Stunden allgemein normal, doch schon 1948 ging es zur 45 Stunden- Woche über. Weitere 10 Jahre vergingen bis zur 40 Stunden- Woche. Etwa um 1980 kam in der BRD dann die 35 – 38 Stunden Arbeitswoche. In der DDR hat diese Entwicklung etwas länger gedauert und wir hatten bis zu letzt die 43,45 Stunden- Woche als gesetzliche Arbeitszeit.
-Es war trotz allem, allgemein eine stetige Entwicklung zu kürzeren Arbeitszeiten. Diese wurden durch Rationalisierung und Automatisierung ermöglicht und durch Leistungsverdichtung notwendig. Gleichzeitig wurde damit Massenarbeitslosigkeit verhindert. Es herrschte in etwa ein Ausgleich der Kräfte.
-Jetzt ist wieder höchste Zeit für weitere Arbeitszeitverkürzungen, denn es ist nichts mehr ausgewogen und die Reichtumsschere öffnet sich rasant. Darum wurde auch besonders auf „Umfairteilen“ hingewiesen.
Anschließend fand noch eine rege Diskussion statt. Es war ein aufschlussreicher und interessanter Spätnachmittag. Einen herzlichen Dank an die Organisatoren, besonders Heidrun Elsner.

Rainer Weigt 11.09.2012 Tel. 01701515677
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Re: Arbeitszeitverkürzung jetzt! 30-Stunden-Woche fordern!

Beitragvon Prignitzer » Sa 22. Dez 2012, 19:13

Tja, ich kenne solche Zusammenhäge ja. Aber in einer Gesellschaft die sich festgefahren hat, braucht es halt einen Ruck. Was waren denn die Auslöser, die überhaupt solche Änderungen möglich machten? Inflationen, Kriege, politische Veränderungen durch Revolutionen, abdanken von Kaisern, Zaren und Königen. Selbst in der DDr kam das umdenken doch erst durch Aufstände und Verweigerungen. Momentan beobachte ich mehr Rückschritte in die alten Zeiten. Ergo; Es braucht ein wenig mehr Nachdruck. Vielleicht fällt ja das Wirtschaftssystem morgen schon zusammen, die USA stehen ja kurz vor dem Kollaps. Die Frage ist dann wohl eher, ob wir die positiven Auswirkungen noch kennenlernen werden.
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Re: Arbeitszeitverkürzung jetzt! 30-Stunden-Woche fordern!

Beitragvon Rainer Weigt » Mo 24. Dez 2012, 14:47

Hallo Prignitzer,
Dein Schlusssatz ist die Lösung. Geschenke gibt es nicht. Wer sein Gewicht nicht einbringt wird nicht wahrgenommen. Doch die Benachteiligten bleiben lieber bequem im Sessel und sagen „Hannemann geh Du voran“. So war es zu DDR-Zeiten und ist heute nicht anders. Ich kenne mich da aus, denn ich war in beiden Systemen der „Hannemann“. Ich hatte auch kleine Erfolge. Doch das Gewicht der Massen muss die Masse mit Klugheit einbringen. Wer dabei mal kurzfristig auf Radau und Gewalt setzt, wird erkennen müssen, das Radau zum Verächtlich machen dient und die stärkeren Gewalten von der Gegenseite besetzt sind. Indien (Ghandi), Südafrika (Mandela) und nicht zuletzt Leipzig 1989 (Wir sind das Volk) zeigen die Kraft der Machtlosen, wenn sie sich als Masse gewaltlos einbringen. Doch mit einmaligen Aktionen ist es nicht getan. Geduld und Ausdauer gehören dazu.
Herzliche Weihnachtsgrüße an alle
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