Geldleistumgen SGB II 2018




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Geldleistumgen SGB II 2018

Beitragvon Mäuschen » Mo 20. Nov 2017, 15:32

Bochum-prekär
- Bochumer Arbeitsgemeinschaft prekäre Lebenslagen –
Solidarische Beratung und Begleitung für Mitglieder – Aktion und politische Intervention


Die Geldleistungen des SGB II zur Sicherung des Lebensunterhalts

I. Arbeitslosengeld II und Sozialgeld (§ 20 Abs. 2 – 4 SGB II)
Regelbedarfsstufe 1: allein stehend; allein erziehend; Partner minderjährig (100 %): 416,-- €
Regelbedarfsstufe 2: volljährige Partner_innen in BG (je 90 % - also zwei mal): 374,-- €
Regelbedarfsstufe 3: sonstige Mitglieder der BG ab 18 Jahre (bis 24), U 25 ungenehmigt ausgezogen, volljährige Behinderte in stationärer Einrichtung (bis Ende 2019): 80% = 332,-- €
Regelbedarfsstufe 4: ab 15 bis 17 Jahre: 316.-- €

II. Sozialgeld für Kinder U 15 (§ 23 Abs. 1 Z. 1 SGB II)
Regelbedarfsstufe 4: ab 14 (im 15. Lj.): 316,-- €
Regelbedarfsstufe 5: Kinder von 6 bis 13 Jahre: 296,-- €
Regelbedarfsstufe 6: Kinder jünger als 6 Jahre: 240,-- €

III. Unterkunft, Heizung, Warmwasser (§ 22 SGB II); Single in BO: ca. 250,-- € bis ca. 500,-- €
(abhängig v.a. von Mietpreisniveau, Neben- u. Heizkosten; für jeden weiteren BG-Menschen ca. ein Drittel mehr. Wird das Warmwasser nicht zentral erzeugt und ist unabhängig von der Heizung, wird ein Mehrbedarf nach § 21 Abs. 7 gewährt: Bedarfsstufen: (1): 9,57 €, (2): 8,60; (3): 7,64 €, (4): 4,42 €, (5): 3,55 €. (6): 1,92 €. Ansonsten ist es in den Heizkosten enthalten oder wird zentral abgerechnet.

IV. Umzugskosten und umzugsbedingte Kosten (§ 22 Abs. 6 SGB II)
Bei genehmigtem Umzug werden die Umzugs- und umzugsbedingten Kosten, auch einmal doppelte Miete, Einzugs-/Auszugsrenovierung und die Wohnungsbeschaffungskosten (ggf. einschließlich Maklergebühren), notwendige Handwerker (Gas, Strom, Wasser, Schreiner ...) übernommen; Kaution und Genossenschaftsanteile sollen nur noch als Darlehen (unmittelbar in kleinen Raten rückzahlbar) gewährt werden.

V. Mehrbedarfe (§§ 21 + 23 SGB II)
1. Schwangere ab Beginn der 13. Woche
(17 % der pers. RL nach § 20 Abs. 2 oder 3 SGB II) 70,72 € / 63,58 €/ 56,44/53,72 €
2. allein Erziehende pro Kind 12 % 49,92 €
3. allein Erziehende mehrere Kinder: pro Kind 12 % = 49,08 €; max. 60 % = max. 249,60 €
4. allein Erziehende mit einem Kind unter 7 oder bei 2–3 Kids unter 16 Jahren: (36 %) 149,76 €
5. Schwerbehinderung mit Merkzeichen „G“/„aG“ (aussergew.) gehbehindert: 17 % der pers. RL
nach § 20 Abs. 2 oder 3 SGB II (§ 23 Zi. 4 SGB II – SozG!) 70,72 € / 63,58 €/ 56,44/53,72 €
6. Behinderte ab 15 J. mit Leistungen z. Teilhabe/Eingliederung n. § 33 SGB IX / § 54 SGB XII
(35 % der pers. RL n. § 20 Abs. 2 oder 3 SGB II) 145,60 € / 130,90 € / 116,20 € / 110,60 €
7. krankheitsbedingte Zusatzkost: restriktiv je nach Krankheit 10–20% der Regelbedarfsstufe 1
8. „Härtefallregelung“ für sonstige regelmäßige unabweisbare Mehrbedarfe (§ 21 Abs. 6 SGB II)
(Die Summe aller Mehrbedarfe (außer „Härtefallregelung“) darf insgesamt 100 % der Regelleistung nicht überschreiten.)

VI. abweichende („einmalige“) Leistungen (§ 24 SGB II):
1. ggf. Darlehen für eigentlich vom Regelbedarf umfassten Bedarf
2. Wohnungserstausstattung - nach Bedarf, nicht zeitlich bezogen, p. P. ca. 1200,-- € - 1800,-- €
3. Bekleidung bei Schwangerschaft – in BO seit etlichen Jahren unverändert: 130,-- €
und Erstausstattung bei Geburt, (was beides unterdeckend sein dürfte). 520,-- €
Auch Menschen mit Einkommen an der Hartz IV-Grenze können solche Beihilfen erhalten (§ 24 Abs. 3 Satz 3). Deren Kinder können auch Bildungs- und Teilhabeleistungen (§ 28 SGB II – s.u.) erhalten (§ 7 Abs. 2 Satz 3).

VII. Bildungsbedarfe bis 25 Jahre und Teilhabepäckchen bis 18 Jahre (§ 28 SGB II): siehe Extra-Info

VIII. notwendige Versicherungsbeiträge für privat + freiwillig Kranken-/Pflegeversicherte (§ 26 SGB II)

IX. Einstiegsgeld § 16 b: bis zu 24 Monate nach Ermessen bei Existenzgründung oder Arbeitsaufnahme

X. Sonderregelung Kostenerstattung bei Aufenthalt im Frauenhaus (§ 36a)

XI. In bestimmten Ausbildungssituationen, bei Ausbildungsabschluss, zur Überbrückung beim Übergang
in Ausbildung, Arbeit oder Rente können ggf. Leistungen erbracht werden, teils als Darlehen
Stand: ab Januar 2018
c/o Norbert Hermann, Unabhängige Politik- und Sozialberatung; Markstr. 396, 44795 Bochum, Tel.: 0234 – 46 00 70: Fax: 0234 – 46 01 13; e-mail: Bochum-prekaer@t-online.de; Mitglied Dt. Sozialgerichtstag und Dt. Verein f. öff. u. priv. Fürsorge e.V.
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