Es ist an der Zeit, das Hartz IV-Unwesen zu beenden"




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Es ist an der Zeit, das Hartz IV-Unwesen zu beenden"

Beitragvon Mäuschen » Sa 26. Jan 2019, 15:19

DGB fordert grundlegende Reformen

Es bietet keine ausreichende soziale Sicherheit, sondern führt oft in einen Teufelskreis aus Armut: Wie lässt sich das aktuelle Hartz IV-System überwinden und eine bessere Form der Grundsicherung schaffen? Auf einer Tagung in Berlin hat DGB-Vorstand Annelie Buntenbach Ideen dafür vorgestellt.
Die Mängelliste des Hartz IV-Systems ist lang. Im Zentrum der Kritik seit Langem: die zu niedrigen Regelsätze, die nicht vor Armut schützen. Doch wie kann man die Probleme lösen? Und wie muss eine Grundsicherung aussehen, die wirksam vor Armut schützt und die Würde der Menschen bewahrt?

Darüber haben Politiker und Wissenschaftler im Januar 2019 auf einer Veranstaltung der Hans-Böckler-Stiftung diskutiert. Titel der Tagung: "Hat Hartz IV eine Zukunft?" Für den DGB war Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach dabei. Sie hat die grundlegenden Probleme des aktuellen Systems aus gewerkschaftlicher Sicht skizziert und Vorschläge für eine Reform der Grundsicherung vorgestellt.

Furcht bis tief in die Mitte der Gesellschaft

Annelie Buntenbach beginnt mit einer Bestandsaufnahme - und einer massiven Kritik am Niedrigslohnsektor, der durch das Hartz IV-System und insbesondere die dort verankerten Sanktionen befeuert wird.

"Deutschland hat den größten Niedriglohnbereich in Westeuropa. Hier muss jeder vierte für weniger als 10,44 Euro die Stunde arbeiten", so Buntenbach. Dieser riesige Niedriglohnbereich sei ein großes Problem - nicht nur für die Betroffenen, die von ihrer Arbeit nicht leben können und weder Sicherheit noch Perspektive haben, sondern für die gesamte Gesellschaft: "Die Angst vor dem Absturz, wenn man seinen Job verliert, weil zum Beispiel die Firma zumacht, die wirkt bis tief in die Mitte der Gesellschaft hinein, und sie lähmt."

Damit sind auch diejenigen, die Arbeit haben, von Hartz IV betroffen. Aus Angst, den Job zu verlieren und in Hartz IV abzurutschen, lassen sich Beschäftigte oft zu viel gefallen; vor allem dann, wenn sie nur einen befristeten Vertrag haben. Sie scheuen vor Konflikten mit den Vorgesetzten zurück und wagen nicht, für die eigenen Interessen und die der Kolleginnen und Kollegen einzutreten. "Das ist ein Schaden für die Demokratie", warnt Annelie Buntenbach: "Der aufrechte Gang im Betrieb darf nicht zur Mutprobe werden."

Kompletter Artikel:

https://www.dgb.de/themen/++co++fc9af3c ... 540088cada






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von Anzeige » Sa 26. Jan 2019, 15:19

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Re: Es ist an der Zeit, das Hartz IV-Unwesen zu beenden"

Beitragvon Birgit Kühr » Sa 26. Jan 2019, 22:29

Annelie Buntenbach
"Grundeinkommen wäre weniger als Hartz IV"


https://www.br.de/radio/bayern2/sendung ... v-100.html
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Re: Es ist an der Zeit, das Hartz IV-Unwesen zu beenden"

Beitragvon Birgit Kühr » Sa 26. Jan 2019, 22:37

DGB will 1,6 Millionen Menschen aus Hartz IV holen
Längeres Arbeitslosengeld, höhere Regelsätze, Vermittlung auf Qualifikationsniveau: Die Gewerkschaften haben ein Konzept vorgelegt, um Hartz IV zu überwinden.


Von Tina Groll
Nach dem DGB-Modell würde beispielsweise eine unter 50-Jährige mindestens 17 Monate lang Arbeitslosengeld I bekommen und maximal 29 Monate lang. Wer unter 50 ist, aber 20 Jahre lang beschäftigt war, käme auf eine Bezugsdauer von knapp zwei Jahren. Und wer etwa mit 55 Jahren und nach 30 Jahren Beschäftigungszeit seinen Job verliert, der erhielte 33 Monate lang Arbeitslosengeld I. Auch wer kurz vor der Rente steht und gesundheitliche Probleme hat, soll länger als bisher Arbeitslosengeld bekommen.


alles lesen ......
https://www.zeit.de/wirtschaft/2018-12/ ... ozialhilfe
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