Was nun Bluthochdruck oder Krebs?




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Was nun Bluthochdruck oder Krebs?

Beitragvon Mäuschen » Do 2. Mai 2019, 09:59

Neuer Engpass für Blutdrucksenker

Erschienen am 02.05.2019

Fast 100 Valsartan-Medikamente sind derzeit nicht lieferbar. Eine Umstellung bedeutet für Patienten Risiken und Mehrkosten.

Viele Patienten leiden unter Bluthochdruck und nehmen regelmäßig Medikamente mit dem Wirkstoff Valsartan ein. Doch voriges Jahr mussten mehrere Präparate wegen möglicher krebserregender Verunreinigungen zurückgerufen werden. Ursache war wahrscheinlich ein Hilfsstoff eines chinesischen Herstellers. Daraufhin kam es zu Versorgungsengpässen in Sachsen. Die gibt es jetzt erneut, denn der Hilfsstoff kommt technologiebedingt in vielen Fällen immer noch zum Einsatz. Die wenigen Produkte, die die Verunreinigung nicht enthalten, reichen nicht aus. Stephanie Wesely hat die wichtigsten Fragen zusammengefasst.

Für welche Bluthochdrucksenker gibt es einen Engpass?

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte unterhält eine Plattform, auf der Pharmaunternehmen freiwillig Lieferschwierigkeiten sowie den Zeitpunkt der Lieferbarkeit dokumentieren können. Demnach sind derzeit knapp 100 Valsartan-Medikamente nicht lieferbar - vor allem sogenannte Generika. Das sind Nachahmerpräparate, die nach dem Wegfall des Patentschutzes kostengünstig im Ausland produziert werden, meist in Asien. Am stärksten betroffen sind Mono-Präparate, die nur einen Wirkstoff - Valsartan - enthalten, zum Beispiel "Valsartan Basic", "Valsartan Stada" oder "Valsartan AL". "Derzeit können wir Patienten größtenteils nur noch mit den Originalpräparaten von Novartis ,Diovan' und ,Provas' oder mit Reimporten von ,Diovan' versorgen", sagt Dr. Reinhard Groß, Vizechef des sächsischen Apothekerverbandes. Andere Blutdrucksenker, die neben Valsartan noch Hydrochlorothiazid enthalten (im Produktnamen mit dem Zusatz HTC versehen), sind hingegen auch als Generika noch vereinzelt lieferbar. HTC ist ein Wirkstoff gegen Wassereinlagerungen infolge von Bluthochdruck.

Welche Kosten kommen jetzt auf die Versicherten zu?

Versicherte müssen die Differenz zum Preis eines Generikas selbst tragen. Was das bedeutet, erklärt Reinhard Groß: Das Nachahmerpräparat "Valsartan 80 mg", zum Beispiel von Basics, Aliud oder Dexcel, kostet 21 Euro. Diesen Betrag übernehmen die Kassen vollständig. Doch verfügbar sind derzeit nur die zwei Originalpräparate "Diovan" und "Provas" von Novartis für rund 90 Euro oder der "Diovan"-Reimport für rund 60 Euro. Die Mehrkosten betragen damit pro Packung 69 bzw. 39 Euro. Bei Tabletten mit 160 Milligramm Valsartan zeigt sich das gleiche Bild. Die preisgünstigen Generika, zum Beispiel von Aliud, Basics oder Stada für rund 24 Euro, gibt es nicht. Verfügbar sind auch hier nur die teuren Originale "Diovan" und "Provas" von Novartis für rund 109 Euro oder der "Diovan"-Reimport für rund 67 Euro. Patienten müssen damit 85 bzw. 43 Euro pro Packung mehr zahlen. Zusätzlich fallen die üblichen Eigenanteile für gesetzlich Versicherte an: mindestens fünf und höchstens zehn Euro pro Arzneimittel. Die Barmer erstattet ihren Versicherten diese Eigenanteile, wenn sie aufgrund von Lieferschwierigkeiten auf ein neues Mittel umschwenken müssen. "Die Quittung kann bei uns eingereicht werden", sagt Landesgeschäftsführer Fabian Magerl. Auch die AOK Plus prüfe eine individuelle Unterstützung, wie Sprecher Bernd Lemke sagt. Mit dem neuen Gesetz für mehr Sicherheit in der Arzneimittelversorgung, das voraussichtlich Mitte 2019 in Kraft tritt, sollen Patienten von der erneuten Zuzahlung befreit werden, wenn sie aufgrund eines mangelhaften Arzneimittels auf ein anderes umgestellt werden müssen.

Das ist noch nicht alles, weitere Medikamenten - Schweinereien:

https://www.freiepresse.de/neuer-engpas ... el10505501



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von Anzeige » Do 2. Mai 2019, 09:59

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Re: Was nun Bluthochdruck oder Krebs?

Beitragvon Birgit Kühr » Do 2. Mai 2019, 22:35

Meine Mutter war eine der Opfer, die das Medikament Blutdrucksenker bekommen hat.

Aber in Deutschland wird die Gesundheit der Bürger wohl nicht als sehr wichtig empfunden.

Produktion billig – Risiken inklusive
Pharmaunternehmen lassen zunehmend in Indien und China produzieren. Grund ist ein großer Preis­druck bei Generika. Ein aktueller Rück­ruf legt Mängel bei den Kontrollen offen. Experten sind besorgt, weil sich von Deutsch­land aus schwer einschätzen lässt, wie sauber die Fabriken in der Ferne arbeiten.

Rück­ruf von Blut­druck­senkern mit Vals­artan

https://www.test.de/Arzneimittel-Produk ... 5369099-0/

Valsartan-Skandal: Warum viele Generika in Asien produziert werden
Inhalt in Kürze:
– Seit dem Valsartan-Skandal ist klar: Viele Medikamente werden gar nicht in Deutschland produziert, sondern in Asien, vor allem China und Indien.
– Patienten, Ärzte oder Apotheker können das nicht erkennen.
– Preisdruck und Patentschutz haben zur Verlagerung der Herstellung geführt.
– Aus pantentrechlichen Gründen können asiatische Hersteller Generika schneller auf den europäischen Markt bringen als europäische Hersteller.
– Die EU will die Regelung lockern.


https://www.daserste.de/information/wir ... n-100.html
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