Engpass in der Apotheke




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Engpass in der Apotheke

Beitragvon Mäuschen » Fr 28. Sep 2018, 16:49

Für Sie berichtet
Jonathan Rebmann

28.09.2018

In Sachsen sind einige Medikamente - etwa Ibuprofen - knapp. Was sind die Ursachen? Und was können Patienten tun?

Wer in diesen Tagen eine Apotheke betritt, kann eine unangenehme Überraschung erleben. Denn es gibt Lieferengpässe bei bestimmten Medikamenten. Derzeit betrifft es beispielsweise das Schmerzmittel Ibuprofen, den Blutdrucksenker Valsartan und Fastjekt - ein Mittel, das zur Behandlung eines allergischen Schocks eingesetzt wird. "Das kann dramatisch für Patienten sein", sagt Göran Donner, Vizepräsident der Sächsischen Apothekerkammer.

Die Apotheker im Freistaat versuchen deshalb, Alternativen mit gleichen Wirkstoffen zu besorgen. "Für den Patienten hat das allerdings den Nachteil, dass er ständig wechselnde Packungen von verschiedenen Herstellern bekommt", erklärt Donner, der selbst eine Apotheke in Dippoldiswalde betreibt. Und das müsse auch jedes Mal erklärt werden.

Doch auch die Apotheken selbst haben Nachteile. So können Rabattverträge mit den Krankenkassen teilweise nicht eingehalten werden. Manchmal müsse ein Käufer von Arznei auch erst ein neues Rezept besorgen, um ein alternatives Medikament zu erhalten, so Donner.

Höhere Preise seien indes nicht zu befürchten. Für verschreibungspflichtige Arzneimittel gebe es eine Preisverordnung und bei rezeptfreien Medikamenten sei der wirtschaftliche Druck zu hoch, um die Preise zu erhöhen. Donner rät, bei Bedarf auf eine andere Packungsgröße oder Dosierung auszuweichen, etwa auf Ibuprofen 400 statt 600 Milligramm. Die verschiedenen Varianten werden blockweise hintereinander produziert, weshalb dann nur bestimmte Packungsgrößen nicht geliefert werden.

Doch was ist der Grund für den Lieferengpass? "Durch den Preiswettbewerb auf Herstellerseite hat sich die Wirkstoff-Produktion auf wenige Firmen konzentriert", sagt der Apotheker. Diese säßen hauptsächlich in Asien. "Wenn dort eine Qualitätskontrolle zu spät angemeldet wurde, kann es passieren, dass die Produktionsfirma erst mal stillgelegt wird." Ein Ende dieser Probleme infolge der Globalisierung sei derzeit noch nicht in Sicht.

Der Branchendienst Apotheke Adhoc nennt noch einen weiteren Grund - speziell für den Ibuprofenmangel. Der Arzneistoff wird in einer Anlage des BASF-Konzerns im texanischen Bishop hergestellt. Diese ist wegen eines technischen Fehlers im Juni ausgefallen. Die Produktion könne voraussichtlich erst gegen Ende des Jahres wieder aufgenommen werden, hat ein Konzernsprecher angekündigt. Das Pharma-Werk sei mit einer Kapazität von 5000 Tonnen pro Jahr einer der führenden Produzenten von Ibuprofen weltweit. Laut Apotheke Adhoc wird dort rund ein Sechstel des globalen Bedarfs hergestellt.

alles lesen ....
http://lieferengpass.bfarm.de/ords/f?p= ... 577714::NO


https://www.freiepresse.de/engpass-in-d ... el10323338



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