Erwerbsminderungsrente




Re: Erwerbsminderungsrente

Beitragvon susisonnenschein » Di 17. Apr 2012, 19:57

hallo sun ...willkommen :Hallo:

im allgemeinen wird der erste rentenantrag mit ner fadenscheinigen begründung abgelehnt...kurz: die wollen nicht zahlen . :schimpfen: :schimpfen:

also..widerspruch lohnt sich auf alle fälle---vielleicht kannst du deinen behandelnden arzt/ärzte dazu bewegen , ne stellungnahme abzugeben (können die auch tun, ohne von der rentenstelle angefragt worden zu sein und es macht e gutes , dringliches bild )aber, die würde ich auf alle fälle dem widerspruch beifügen .

womit wir bei der begründung der ablehnung deiner erwerbsminderungsrente wären .

also, die begründung , das irgendwelche medizinischen vorrausetzungen nicht ausreichend sind..wenn es mehr oder weniger nur der eine (tragende )satz is...ist nicht ausreichend , als begründung .

mein erster rentenantrag wurde auch abgelehnt ...bei mir waren es angeblich fehlende beitragszeiten ,die dann , wie durch ein wunder wieder auftauchten :lach: beim 2.-ten "durchgang "..aber, auch bei mir wurde die krankheit , die zur berentung führte /führen sollte , schlicht weg "unter den tisch gekehrt "und durch dinge ersetzt , die zwar nicht aus den fingern gesogen waren, aber, die schlicht nichts mit meinem krankheitsbild zu tun haben /hatten und die beim lesen suggerierten "du bist selber schuld, du willst nicht arbeiten , wenn du dies jenes tust , biste fit wie e turnschuh ..aber, da du das nicht tun willst ...sieh zu wie du klar kommst - rente ABGELEHNT "

also, feinfühligkeit ist auch nicht deren stärke bei der begründung ner ablehung .

ich habe dann nach widerspruch (auch abgelehnt)geklagt ...mit erfolg !allerdings hat mich das 3 jahre gekostet und, ich vermute, nach allem , was ich so von anderen gehört habe ...bei mir waren die noch schnell :lach: :schimpfen:

WELCHE medizinischen voraussetzungen reichen nicht aus ?

für eine erwerbsminderungsrengte ist ein schwerbehindertenausweis zwar wünschenswert und sicherlich der sache förderlich ..AAAABER ..nicht jede zu berentende krankheit rechtfertigt in folge einen schwerbehindertenausweis .

ergo ...achte genau auf die ablehnungsbegründung ...oftmals werden krankheiten schlicht unterschlagen , falsch gewichtet ..und /oder die folgen der krankheit /krankheiten (die der grund für die rente sind )schlicht für "zu leicht befunden "

ja..auch die folgen /auswirkungen von krankheiten /symptomatiken sind bei der entscheidungsfindung zu berücksichtigen , was aber häufig nicht getan wird..denn, bei der rentenstelle sitzen keine medizinisch ausgebildeten mitarbeiter, sondern eben SB ..die sich nicht vorstellen können , das die auswirkungen bestimmter krankheiten wenigstens so schlimm /beeinträchtigend sind /sein können (auf körper und psyche )wie die krankheit selbst ...besonders bei tumorgeschehen !

einen widerspruch solltest du, in eigenem interesse , recht ausführlich begründen ..solltest du nämlich in klage gehen müssen , ist das von vorteil, weil du damit gleich eine klagebegründung hast .

achso...beim ausfüllen der rentenanträge helfen in den meisten städten mitarbeiter , die im rathaus zu finden sind..einfach mal auf dem bürgerbüro nach dem rentenbeauftragten fragen , der leitet unterlagen /nachweise usw. auch weiter .
hat bei mir bestens funktioniert .

achso..du kannst jederzeit , wenn es begründet ist , einen NEUEN antrag auf einen schwerbehindertenausweis bei deinem versorgungsamt (muss aber nicht in jedem bundesland das versorgungsamt sein, was für schwerbehindertenangelegenheiten zuständig ist )stellen..ich schätze, dein behandelnder arzt wird dein begehren unterstützen ...es gibt ja auch die möglichkeit der zuerkennung eines schwerbehindertengrades durch aktenlage (wie bei mir )ohne weitere gutachterbesuche
da ist eine gute begründung deines arztes sicherlich ausschlaggebend .
mein unwort :

"sozialverträglich "

Die Welt wird nicht bedroht von den Menschen, die böse sind, sondern von denen, die das Böse zulassen.

"Wer bis zum Hals in Scheisse steckt, sollte den Kopf nicht hängen lassen." :) :)
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Re: Erwerbsminderungsrente

Beitragvon Reiner Zufall » Di 17. Apr 2012, 20:04

Bzgl. Schwerbehinderung:

Ein GdB von 30 ist ja per Bescheid schon zuerkannt worden. Die Frist zum Widerspruch ist abgelaufen. Also müßte doch dann normalerweise ein Verschlimmerungsantrag gestellt werden, um etwas in Richtung Erhöhung des GdB zu bewirken, oder?
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Re: Erwerbsminderungsrente

Beitragvon WillyV. » Di 17. Apr 2012, 20:11

Würdet ihr mir raten Einspruch gegen obigen Bescheid einzulegen oder lieber nicht?
Warum wurde denn dann überhaupt der Antrag auf Erwerbsminderungsrente gestellt?!

In Zeiten angeblicher klammer Kassen, der Mensch ist nur noch Kostenfaktor, wird i.d.R. zunächst abgelehnt.
Als ich noch regelmäßig beim VdK verkehrte, hing da immer am "Schwarzen Brett" die Statistik über die Klageverfahren. Weit über 90 %, fast 100, wurden für die Mitglieder gewonnen. Ein beredtes Zeugnis für meine Aussage.

Widerspruch einlegen.

Nachstehendes prüfen.

Wie ist die Ablehnng begründet?
Sind die erwerbsmindernden Krankheiten richtig benannt und gewürdigt?
Wurden die Befundberichte der betroffenen Ärzte/Krankenhäuser geprüft und entsprechend gewürdigt?
Sind die Verweisungstätigkeiten richtig benannt?
Sind in der Zeit vom Rentenantrag bis zum Bescheid neue Erkrankungen oder Gesichtspunkte hinzugekommen, die sich leistungsmindernd auswirken?

Dazu im Widerspruchsverfahren Antrag auf Akteneinsicht nach § 25 SGB X stellen.

Literatur dazu s. hier: f171t5950-die-erwerbsminderungsrente.html
WillyV.
 

Re: Erwerbsminderungsrente

Beitragvon Birgit Kühr » Di 17. Apr 2012, 20:54

Ich hatte Glück, das Jobcenter wollte mich loswerden und hat mir geraten einen Rentenantrag zu stellen. Bei mir ging das ganz schnell und die Rente wurde unbefristet genehmigt.

Ich kann dir nur den Rat geben, den Widerspruch nicht alleine zu machen. Gehe zu einer Beratungsstelle, dann gebe den Widerspruch alleine bei der Rentenstelle ab.

Der Widerspruch muss ganz ausführlich sein. (siehe Willys Ratschläge)

Bei den Behindertenausweis würde ich eine Verschlechterung des Gesundheitszustand angeben.
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Re: Erwerbsminderungsrente

Beitragvon Sun » Di 17. Apr 2012, 21:31

Hi Susi Sonnenschein, vielen Dank für die vielen Infos,
Hallo WillyV, Rainer und Birgit - werde morgen näher auf eure Kommentare eingehen.

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Gute Nacht!
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Re: Erwerbsminderungsrente

Beitragvon Christinchen » Mi 18. Apr 2012, 11:28

Hallo sun und willkommen,

ich kann mich meinen Vorschreibern nur anschließen.
Unbedingt Widerspruch einlegen, ggfs. den VdK -der in Rentensachen hohe Kompetenz hat- mit in's Boot holen.
Alles Wesentliche wurde ja bereits geschrieben, was ich jetzt schreiben würde, wäre lediglich eine Wiederholung der bisher richtigen Aussagen.
Vielleicht noch eines:
Die psychische Verfassung wiegt beim Entscheid manchmal höher als die körperliche (Nicht)Belastbarkeit.Vielleicht hier ein besonderes Augenmerk drauf richten...
lG
C - nach 2 "3-Jahresrunden" nunmehr unbefristete EM-Rentnerin :rauchen:
Christinchen
 

Re: Erwerbsminderungsrente

Beitragvon Sun » Mi 18. Apr 2012, 18:14

Hi susisonnenschein,

? Erwerbsminderungsrentenanträge werde für gewöhnlich abgelehnt?
Das erinnert mich an einen Fall aus dem Bekanntenkreis, wo einem schwer behinderten, älteren Mann im Rollstuhl, dem beide Beine amputiert wurden, sogar die Pflegestufe 1 versagt wurde. Es ist unglaublich und dermaßen traurig wie unsere Gesellschaft mit den Schwächsten umgeht.

? Ja, ich werde schriftlichen Widerspruch einlegen. Daß dieser Widerspruch gut begründet sein möchte, finde ich etwas schwierig, denn ich bin kein Mediziner.
Der Gutachter aus Recklinghausen sagte mir während ich da war schon, daß es alles nicht so schlimm wäre. Damit strich er mir über den Mund und ignorierte kurzerhand alle meine Beschwerden. Auch kamen mir einige seiner Fragen sehr merkwürdig vor, jedoch wenn ich meine Verwunderung dazu zum Ausdruck brachte, wechselte er umgehend das Thema. ich war so verärgert über einige seiner Aussagen, daß ich hinterher schriftlich bei der DRV meine Bedenken über seine Kompetenz zum Ausdruck brachte.

Habe die Antwort der DRV auf meinen Beschwerdebrief unten angehangen.


? Ich habe ein sehr gutes Verhältnis mit meinem Hausarzt, jedoch hat er mir schon klar gemacht, daß er mit der Behandlung meiner Krankheit überfordert sei. Somit bleibt eigentlich nur meine Spezialistin, eine Endokrinologien aus der Nachbarstadt übrig. Diese, wie auch andere bisher an meiner Krankheit beteiligten Ärzte wurden während des Antragsstellungsprozesses bereits ausführlich befragt. Wenn ich sie nun um eine schriftlichen "Stellungnahme" zu meiner Krankheit bitten würde, wäre das mit einem Gutachten nicht vergelichbar.

? Jemand hatt mit dazu geraten, bei der DRV eine Kopie der Gutachten zu beantragen. Ich werde das mit im Widerspruch erwähnen.

? Wegen der Schwerbehinderung, also da kann ich eine Neufestlegung wergen Verschlechterung beantragen? Es wird mir vermutlich schwer fallen, eine Verschlechterung medizinisch zu begründen. Ob meine Spezialistin dazu bereit wäre mitzuhelfen, weiß ich noch nicht. Mein nächster Termin bei ihr ist am 21.06.12
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Re: Erwerbsminderungsrente

Beitragvon Birgit Kühr » Mi 18. Apr 2012, 18:27

Ja bei deinen Widerspruch musst Du alle Fachärzte und Hausarzt mit angeben. In Zukunft kannst Du dir auch von alle Ärzte von deinen Gutachten oder medizinischen Untersuchungen eine Kopie geben lassen. Du kannst die natürlich auch jetzt noch Kopien von deinen Untersuchungenj geben lassen.

Wenn die Fachärzte ein Schreiben an deinen Hausarzt mitgeben. Mach das Schreiben auf und lichte es dir ab. Das ist dein gutes Recht.

Wenn Du selber Gutachten von Ärzten hast, kannst Du auch Kopien davon mitschicken.
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Re: Erwerbsminderungsrente

Beitragvon Sun » Mi 18. Apr 2012, 18:37

susisonnenschein hat geschrieben:WELCHE medizinischen voraussetzungen reichen nicht aus?


Habe den Bescheid der DRV mal eingescannt ?
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Re: Erwerbsminderungsrente

Beitragvon Sun » Mi 18. Apr 2012, 18:39

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