Kein Praktikum, weil sie im Rollstuhl sitzt




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Kein Praktikum, weil sie im Rollstuhl sitzt

Beitragvon WillyV. » Sa 24. Nov 2012, 18:46

Stadtverwaltung will nicht helfen

Kein Praktikum, weil sie im Rollstuhl sitzt
Lesen: http://www.express.de/duesseldorf/stadt ... 52010.html
WillyV.
 

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Re: Kein Praktikum, weil sie im Rollstuhl sitzt

Beitragvon Birgit Kühr » Sa 24. Nov 2012, 18:51

Ja so ergeht uns das oft. Aber ein öffentliches Gebäude, (Behörde) soillte schon behidertengerecht sein. :furchtbar wuetend:
Ich vergesse nichts, ich vergebe nichts und ich erwarte, dass jeder seine gerechte Strafe bekommt, für das Leid, was er angerichtet hat.
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Re: Kein Praktikum, weil sie im Rollstuhl sitzt

Beitragvon Letisha » Sa 24. Nov 2012, 19:22

Sollten, aber da wird lieber gespart, wie auch beim öffentlichen Nahverkehr. Wenn ich sehe, was sie S Bahnhof Ostkreuz für Mist gebaut haben. Nur steile Treppen, keinen Aufzug zu den anderen Gleisen. Und dass die Fahrstühle funktionieren, ist auch eher Glückssache.

Und bei öffentlichen Behörden ist es auch so. Es sollte behindertengerecht umgebaut werden, aber was scheren sich die Leute drum? Es ist leider so, dass speziell Rollifahrer und Leute mit Krücken es schwer haben. Auch bei dem normalen Menschen, der es nicht mal schafft, für ein paar Sekunden zur Seite zu gehen und Platz zu machen.
Letisha
 

Re: Kein Praktikum, weil sie im Rollstuhl sitzt

Beitragvon susisonnenschein » Sa 24. Nov 2012, 19:35

ich habe es nie verstanden ..nach dem 2-ten weltkrieg , als es , durch den krieg , jede menge invaliden gab und die städte wieder aufgebaut wurden ...ich habe es nicht verstanden, das da kein mensch auf die idee kam , wenigstens öffendliche gebäude mit rampen(das einfachste ) usw auszurüsten ..und mensch, fahrstühle hats ja nun wahrlich auch früher schon gegeben.

so viele invaliden, wie nach dem krieg wird es (hoffen wir )nie wieder geben ...naja, das man sich deswegen(wegen den prozentual , an der deutschen bevölkerung , wenigen behinderten ) nun kein "bein "mehr rausreisst und geld in die hand nimmt ...auch wenn immer gelabert wird, die deutschen werden älter und rollatoren werden mal zum strassenbild gehören ....nur....die , die mit "hackenporsche " :lach: /rollstühlen usw. unterwegs sind , sollen es ja eigendlich nicht so sein, eigendlich sollen sie ja dienstleistungen nutzen /zahlen (wenn sie denn das geld dazu hätten )...

es sind ja nicht mal die grossen dinge, die einen behindern....ne einfache tür kann das "aus "bedeuten und man steht davor , wie der "ochs vorm berge "und muss warten , das mal einer vorbei kommt und sie aufmacht ....was mir immer wieder zeigt , das die entwickler /hersteller ...nicht die "bohne "an die denken , die türen eben nicht sso aufmachen können , wie "fussläufige "


hier, bei mir in der stadt , im rathaus, wo die meisten ämter sind, gibts nen fahrstuhl ..nur, da komme ich nich rein , der is zu klein ...clever gedacht :schimpfen: :schimpfen: ..naja, da müssen die SB eben die treppen runter kommen , denn ich komme mit krücken die treppen nich rauf .
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"Wer bis zum Hals in Scheisse steckt, sollte den Kopf nicht hängen lassen." :) :)
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Re: Kein Praktikum, weil sie im Rollstuhl sitzt

Beitragvon firlefanz » So 25. Nov 2012, 01:04

Ich kenne das Problem auch (ich betreute in D ehrenamtlich Behinderte). In Verwaltungsgesetzen steht, dass öffentliche Gebäude barrierefrei erreichbar sein müssen.

In grösseren Städten ist dieses auch der Fall, in kleineren Gemeinden wird hier gespart. Eine Sporthalle oder ein gewinnbringendes Fun-Freibad war dem Gemeinderat wichtiger. :schimpfen:

Ich hatte mich mit dem Bürgermeister einer Kleinstadt angelegt, seine Antwort: "Nur wegen einer behinderten Praktikantin/Angestellte baue ich mein Rathaus nicht um". :furchtbar wuetend:

Ich ging an die örtliche Presse - kein Interesse. Klar, die örtliche Presse war stark im Gemeinderat vertreten :kotzen:

Viel besser ist die Situation für Behinderte in der Schweiz auch nicht.

Da gab es mal ein "Jahr der Behinderten" und es gibt einen "Tag der Behinderten". Alibi-Tag und genauso sinnbefreit wie der Vatertag

Trotz Rückschläge kämpfe ich weiter für "meine" Behinderten. Sicher kann ich nicht für alle kämpfen, aber ich denke schon an Klage vor dem EGH. Die Tatsache, dass ich jetzt in der Schweiz und damit nicht in der EU lebe, macht es nicht gerade einfacher.

Hier sollte ein Unterforum eingerichtet werden: "Erfahrungen Behinderter".Hier sollten negative Erfahrungen gesammelt werden. Da hier mindestens 5 Stammuser unter Behinderungen zu leiden haben, wäre das sinnvoll.

Ihr Behinderten müsst etwas machen, damit ihr endlich mal Rechte habt.

Mein Traum: 1000 Gehbehinderte vor dem Bundestag stehen mit ihren Stöcken Spalier vor dem Politikerausgang - und schlagen auf jedem Politiker ein, der das Gebäude verlässt. Natürlich mit Worten, nicht mit Stöcken. Ich will ja nicht zur Gewalt aufrufen. Allerdings könnte ein gehörloser Gehbehinderter durchaus seinen Stock als "schlagkräftiges Argument" nützen. :lach:

Und liebe Nichtbehinderte, die ihr nicht versteht, was das alles soll.

Jeder kann durch Krankheit oder Unfall behindert werden. Ich selber bin nach einem schweren Autounfall mit viel Glück noch gerade mal davongekommen, ich hatte wohl einen Schutzengel. Ich hätte jetzt auch im "Rolli" sitzen können, auf fremde Hilfe angewiesen.

Solidarität mit unseren Mitbürgern, die durch Krankheit oder Unfall körperlich oder auch psychisch eingeschränkt sind. :Prima:
Zuletzt geändert von firlefanz am So 25. Nov 2012, 01:23, insgesamt 1-mal geändert.
Ich bin ich, das allein ist meine Schuld
Rosenstolz


auf meiner danske-Tastatur gibt es keine deutschen Umlaute,bitte um Nachsicht
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Re: Kein Praktikum, weil sie im Rollstuhl sitzt

Beitragvon Rüdiger Voss » So 25. Nov 2012, 01:14

Firli :Danke:

Hier sollte ein Unterforum eingerichtet werden: "Erfahrungen Behinderter".Hier sollten negative Erfahrungen gesammelt werden. Da hier mindestens 5 Stammuser unter Behinderungen zu leiden haben, wäre das sinnvoll.

Ich werde es im internen Bereich ansprechen.
Rüdiger Voss
 

Re: Kein Praktikum, weil sie im Rollstuhl sitzt

Beitragvon susisonnenschein » So 25. Nov 2012, 09:59

ich denke, die benachteiligung behinderter ist eine mischung aus schlichtem aberglauben /vorurteilen ...aber eben auch interessenlosigkeit , weil behinderte im strassenbild eher nicht sooo präsent sind /sein können.(wenn man mal von der finanziellen unmöglichkeit absieht , denn krank /behindert sein ist ein "teurer spass ")

ich war ja nicht immer behindert /eingeschränkt , aber, ich war schlichtweg erschrocken , welcher aberglaube /vorurteile mir entgegen gebracht wurden , als ich eben die perspektive wechseln musste und im rolli sass.

ich denke, das ist einer der ansatzpunkte : gegen vorurteile /aberglauben angehen ...aber, es ist auch der schwerste teil, denn das ist im bewusstsein der menschen auch am tiefsten verankert .

es ist schlicht unglaublich , welche fähigkeiten /bedürfnisse einem behinderten /eingeschränkten schlicht nicht zugetraut /angesprochen werden , als wäre man eben kein mensch mehr , sondern jemand der dritten art , nur weil man eben "sonderbedürfnisse "hat .

nur, viele behinderte nähren solche vorurteile /aberglauben auch noch ...weil sie eben ziemlich "verschämt "mit ihren einschränkungen umgehen .

ICH selber gehe da recht offensiv mit meiner einschränkung um ..das echo ist fast durchgehend positiv , auch wenn ich (leider )keinen überzeugen kann /konnte, das ich , in der arbeitswelt ein vollwertiges mitglied der gesellschaft sein könnte...im privatleben funktioniert das schon : man ist eben jemand , der nur nicht so gross ist :lach: :lach: aber...man wird durchaus mit respekt behandelt (wenn der auch manchmal lustige züge annimmt )
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