EuGH: Nachzug drittstaatsangehöriger Familienmitglieder...




EuGH: Nachzug drittstaatsangehöriger Familienmitglieder...

Beitragvon WillyV. » Do 16. Jan 2014, 23:06

EuGH, 4. Kammer, Urt. v. 16.01.2014 - C‑423/12 (http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/Lex ... 23:DE:HTML)

EUR-Lex - 62012CJ0423 - DE http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/Lex ... 423:DE:NOT

http://dejure.org/dienste/vernetzung/re ... 3B423%2F12

Nachzug drittstaatsangehöriger Familienmitglieder eines Unionsbürgers

Auszug:
Der EuGH ist daher zu dem Ergebnis gekommen, dass ein Mitgliedstaat nach dem Unionsrecht nicht verlangen darf, dass ein Verwandter in gerader absteigender Linie, der 21 Jahre oder älter ist – um als Person, der Unterhalt gewährt wird, und somit als von der Definition des "Familienangehörigen" eines Unionsbürgers erfasst angesehen zu werden – nachweist, dass er vergeblich versucht hat, Arbeit zu finden, von den Behörden seines Herkunftslands Hilfe zum Lebensunterhalt zu erlangen und/oder auf andere Weise seinen Lebensunterhalt zu bestreiten.

Der EuGH hat weiter ausgeführt, dass das Abhängigkeitsverhältnis zu dem Zeitpunkt, zu dem der betreffende Familienangehörige den Nachzug zu dem Unionsbürger beantragt, der ihm Unterhalt gewährt, im Herkunftsland dieses Familienangehörigen bestehen muss. Die Tatsache, dass ein Familienangehöriger aufgrund persönlicher Umstände wie Alter, Ausbildung und Gesundheit gute Voraussetzungen dafür mitbringt, eine Arbeit zu finden, und dass er darüber hinaus beabsichtigt, im Aufnahmemitgliedstaat einer Arbeit nachzugehen, wirke sich nicht auf die Auslegung des Erfordernisses, dass ihm "Unterhalt gewährt wird", aus.
Quelle: http://www.juris.de/jportal/portal/t/3n ... hricht.jsp
WillyV.
 

von Anzeige » Do 16. Jan 2014, 23:06

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