Mal was ganz Neues, Protest auf Mallorca




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Mal was ganz Neues, Protest auf Mallorca

Beitragvon Mäuschen » Sa 30. Sep 2017, 16:36

Anti-Tourismus-Demo in Palma: «Man hört nur noch Deutsch»

Die Touristenmassen ließen die Kassen auf Mallorca in diesem Sommer lauter denn je klingeln. Aber vielen Mallorquinern ist das angesichts überfüllter Straßen und Strände, der Umweltprobleme und des üblen Benehmens vieler Besucher egal. Sie fordern Beschränkungen.

Von Emilio Rappold, dpa
erschienen am 24.09.2017

Palma (dpa) - So etwas hat es auf Mallorca noch nie gegeben: Erstmals sind auf der spanischen Urlaubsinsel tausende Menschen auf die Straße gegangen, um gegen die Auswüchse des Massentourismus zu protestieren.

Maria ist schon längst der Kragen geplatzt. «Es gibt inzwischen zu viele Menschen, zu viel Müll und zu wenig gesunden Menschenverstand - seitens der Besucher, aber auch der Geschäfte, die vom Tourismus profitieren», schimpft die Rentnerin am Rande des Protestes in der Insel-Hauptstadt Palma.

Nach Medienschätzungen waren es mehr als 3000 Menschen, die von der Plaça d'Espanya im Zentrum Palmas bis zum Regionalparlament der Balearen marschierten. Sie trugen Plakate mit Aufschriften wie «Ohne Beschränkungen gibt es keine Zukunft!». Diese Worte skandierten die Menschen auch immer wieder. Zur Protestaktion unter dem Motto «So weit ist es gekommen! Stoppt den Massentourismus!» hatten mehr als 50 Verbände und Institutionen aufgerufen, darunter die Naturschutzverbände GOB und Terraferida.

Seit 2012 erleben Mallorca und die anderen Baleareninseln Ibiza, Menorca und Formentera einen Besucherrekord nach dem anderen. Dieses Jahr gab es zwischen Januar und Juli 7,9 Millionen auswärtige Besucher - 7,5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Kassen klingeln lauter denn je. Aber für Maria, die mit ihrer Freundin Antonia zur Demo kam, ist Geld nicht alles. Die Inseln seien am Limit angelangt, meint sie im Gespräch mit einer Reporterin der Zeitung «El País». Man müsse Obergrenzen setzen, aber auch «erziehen, kontrollieren und bestrafen», fordern die beiden Frauen.

Nicht nur der älteren Generation sind sie ein Graus: die überfüllten Strände, die vor allem wegen der vielen Mietwagen immer häufiger verstopften Straßen, die zunehmenden Probleme bei der Müllentsorgung und der Wasserversorgung - im vorigen Jahr wurden sogar die Strandduschen abgedreht. Auch der «Sauftourismus» und das schlechte Benehmen vor allem einiger Deutscher und Briten ist vielen zuwider.


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